Kirchenexperte hofft auf einen Dritte-Welt-Papst

Klaus Müller

MÜNSTER - Kirchenexperte Klaus Müller vermutet, dass der nächste Papst aus der Dritten Welt kommt. Im Interview mit unserer Zeitung erläutert der Professor für philosophische Grundfragen von der Universität Münster, was er von der Rücktrittsmeldung hält und und wie es jetzt im Vatikan weitergeht.

Wie überraschend kommt der Rücktritt des Papstes?

Klaus Müller: Völlig überraschend. Wir haben schon länger gewusst, dass der Papst nicht mehr so ganz fit ist. Aber damit, dass er heute seinen Rücktritt verkündet, hat niemand gerechnet.

Wer hat von seinen Rücktritts-Plänen gewusst?

Müller: Das weiß ich nicht. Das werden höchstens enge Mitarbeiter gewesen sein.

Hat die katholische Kirche schon einen Nachfolger für Papst Benedikt XVI. ins Auge gefasst?

Müller: Weltchristlich wird gehofft, dass jemand aus der Ferne zum Papst gewählt wird. Jemanden aus der Dritten Welt, der auch die Probleme aus der Ferne sieht. Andererseits scheint es aber auch möglich, dass jemand Alteingesessenes aus dem Vatikan gewählt wird.

Wie geht es jetzt weiter?

Müller: Das ist klar geregelt. Das Konklave, das den neuen Papst wählt, soll im März zusammengerufen werden. Das ist schon seit Jahrhunderten so.

Interview: Rebecca Hameister

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Quelle: wa.de

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