Kein Sozialticket für Rentner: Gerechtigkeitslücke?

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DORTMUND  - Das Dortmunder Sozialgericht bemängelt eine Gerechtigkeitslücke beim Sozialticket des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR). Das Ticket für den öffentlichen Nahverkehr am Wohnort können Menschen beantragen, die Grundsicherungsleistungen erhalten, nicht jedoch Rentner - auch wenn ihre Rente auf gleichem Niveau liegt wie Sozialhilfe.

Ein Dortmunder, der früher Hartz IV bezogen hatte und nun eine Rente von rund 560 Euro monatlich erhält, hielt das für ungerecht und beantragte ein Eilverfahren beim Sozialgericht. Das lehnte den Antrag zwar am Montag ab und verwies auf die Beförderungsbedingungen des VRR. Diese beschränken den Kreis der Berechtigten auf Bezieher von Grundsicherungsleistungen, etwa Hartz IV oder Wohngeld. Damit werde das Sozialticket allerdings seinem Ziel nicht gerecht, kritisierte das Gericht laut Mitteilung vom Dienstag. So solle das Ticket wenig begüterten Menschen die Nutzung von Bus und Bahn und damit eine umfassende Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ermöglichen.

Auf die Kritik angesprochen, sagte eine Sprecherin des VRR, zu den Berechtigten für das Sozialticket gehörten bereits Menschen, die Wohngeld bekommen. Damit habe man sich erhofft, dass möglichst viele Bedürftige Zugang zum Ticket haben. Bei der Festlegung der Bedingungen für den Erhalt eines Tickets sei man jedoch darauf angewiesen, das diese nachprüfbar seien, so die Sprecherin. - lnw

Quelle: wa.de

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