Kein Nachtschichtfrei fürs WM-Halbfinale

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Bei Opel in Bochum laufen während des WM-Halbfinalspiels Radios in den Produktionshallen

DÜSSELDORF - Bei Opel in Bochum laufen Radios in den Produktionshallen, Ford in Köln informiert die Mitarbeiter der Spätschicht auf den Bildschirmen mit Produktionsdaten über die Zwischenstände des WM-Halbfinals zwischen Deutschland und Brasilien. Doch ansonsten gilt: Die Produktion hat am Dienstagabend Vorrang, auch wenn in Belo Horizonte um den Einzug ins Endspiel gekämpft wird.

"Einen Hochofen kann man ja nicht mal so eben abstellen", sagte am Montag Pressesprecherin Heike Neumeister vom Stahlkonzern ThyssenKrupp. Zudem seien enge Lieferfristen der Kunden absolut vorrangig. "Wenn es möglich ist, können die totalen Fußball-Fans ihre Schichten tauschen."

Bei Opel in Bochum beginnt mit dem Anpfiff um 22 Uhr die Nachtschicht - mit ausgedünnter Personalstärke. "Wir haben uns bemüht, so vielen Mitarbeitern wie möglich freizugeben, solange die Produktion gewährleistet ist", sagte Alexander Bazio. In den Produktionsbereichen stünden aber viele Radios, an denen die Mitarbeiter das Halbfinal-Spiel verfolgen könnten.

Bei Ford läuft in Köln läuft am Dienstagabend alles wie immer. Gearbeitet wird - wie an jedem Werktag - 24 Stunden lang im Dreischichtbetrieb. Fernsehgeräte werden nicht aufgestellt. "Und es werden auch keine Schichten getauscht", sagte eine Pressesprecherin. Immerhin: An den sogenannten Andon Boards, Bildschirmen mit Produktionsdaten, werden die aktuellen Spielstände angezeigt. - lnw

Quelle: wa.de

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