Schulen entscheiden selbst

Kein allgemeines Handyverbot in NRW 

Düsseldorf - In NRW ist derzeit kein allgemeines Handyverbot an Schulen wie in Frankreich geplant. Die Regelung bleibe den einzelnen Schulen oder auch den Lehrerinnen und Lehrern überlassen, teilte das NRW-Schulministerium in Düsseldorf mit.

In den Pausen können Schülerinnen und Schüler ihre Handys demnach "in angemessener Weise im Rahmen der Schul- und Hausordnung nutzen". Wenn der Unterricht etwa durch Klingeltöne oder Vibrationsalarm gestört werde, könne die Lehrerin oder der Lehrer verlangen, das Handy auszuschalten. 

"Helfen Ermahnungen nicht, ist die Lehrkraft befugt, das Gerät zeitlich begrenzt an sich zu nehmen", teilte das Ministerium unter Berufung auf das Schulgesetz mit. Bei Missbrauch wie Cybermobbing könne es unter Umständen gerechtfertigt sein, die Nutzung für einen bestimmten Zeitraum zu verbieten. 

Bei Klassenarbeiten, Klausuren und besonders während der zentralen Abiprüfungen müssen die Prüflinge ihre Handys auf Aufforderung vorher abgeben, "um Täuschungsversuchen vorzubeugen". Viele Schulen hätten unter Mitarbeit der Schülerinnen und Schülern Vereinbarungen zur Handynutzung getroffen und diese zum Beispiel in der Schulordnung festgeschrieben. 

Das französische Parlament hat ein erweitertes Handyverbot in Schulen beschlossen. Das Gesetz verbietet grundsätzlich das Nutzen von Mobiltelefonen in allen Vor- und Grundschulen sowie in der Sekundarstufe I. Der Schritt war eine Wahlkampfforderung des sozialliberalen Präsidenten Emmanuel Macron (40) gewesen. - dpa

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