Neuer Fall in Dortmund

Metalldiebe sind hinter Katalysatoren her

DORTMUND - Die Deutsche Post ist erneut Opfer von Metalldieben geworden. Unbekannte drangen in der Nacht zu Mittwoch auf das Gelände der Post in Dortmund ein und bauten an mehreren Dutzend Kleinlastern die Katalysatoren aus, wie die Polizei mitteilte.

Über 30 Fahrzeuge sollen betroffen sein. Den entstanden Schaden schätzen die Ermittler auf 66.000 Euro. Der Diebstahl ist kein Einzelfall.

Bereits am Wochenende hatten sich Metalldiebe in Mülheim an der Ruhr an den Fahrzeugen der Post zu schaffen gemacht. Dort nahmen sie mindestens 17 Katalysatoren mit. In den vergangenen Monaten seien immer wieder solche Diebstähle bekannt geworden, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) in Düsseldorf. Meist seien Autohäuser oder eben die Post betroffen. Das liege daran, dass die Täter so auf einen Schlag eine ganze Masse von Autos oder Kleinlastern vorfänden.

Das LKA in Niedersachsen warnt bereits, die Fahrzeugkatalysatoren würden zunehmend ins Blickfeld der Diebe rücken. Im gesamten Bundesgebiet häufen sich demnach derartige Straftaten. Allein in Niedersachsen registrierten die Ermittler seit Januar vergangenen Jahres 170 Fälle, bei denen mehr als 2.700 Katalysatoren gestohlen wurden. Das nordrhein-westfälische LKA nannte auf Anfrage keine Fallzahlen.

Interessant sind die Katalysatoren für die Diebe nicht wegen des Wiederverkaufwerts. Vielmehr interessieren sie sich für die in den Autoteilen enthaltenen Edelmetalle, weil die Rohstoffpreise derzeit hoch sind.

Die Metalldiebe werden bei ihren Diebstählen immer dreister. In der Vorwoche hatten Unbekannte im Kreis Unna mehrere Dutzend Gullydeckel gestohlen. - dapd

Quelle: wa.de

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