Rosenmontagszüge in Köln und Düsseldorf sollen stattfinden

Wetter ist jeck: Der Rosenmontag wird regnerisch - wieder Windböen

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In Köln sammeln sich Teilnehmer und Besucher zum Rosenmontagszug. Sie müssen mit Regen, vielen Wolken und Wind rechnen.

Sturm "Yulia" zog am Karnevalswochenende über Deutschland. Am Sonntag sagten viele Karnevalshochburgen ihre Umzüge ab, es kam zu Beeinträchtigungen durch umgestürzte Bäume auf Gleisen und Straßen. Am Rosenmontag müssen sich Reisende teilweise noch auf Einschränkungen einstellen. Und Karnevalisten müssen mit viel Regen leben.

  • Auch an Karneval prägen Wind und ergiebiger Regen die Wetterlage in NRW.
  • Am Rosenmontag kommt es wieder zu Böen - diese sollen aber nicht so stark werden wie jene am Sonntag.
  • Die Rosenmontagszüge in Köln und Düsseldorf sollen wie geplant stattfinden.

Update, 25. Februar, 12.15 Uhr:  Auch das noch! Nach dem Sturm kommt jetzt der Schnee nach NRW. Für Mittwochmorgen sind Schneefälle vorhergesagt. Besonders betroffen werden das Bergische, das Sauerland und das Siegerland sein. Im Berufsverkehr muss am Mittwochmorgen mit Störungen gerechnet werden.

Update, 24. Februar, 13.03 Uhr: 

Seit Sonntagabend ist die Landstraße 735 zwischen Oeventrop und Arnsberg wegen umgestürzter Bäume voll gesperrt - und wird das auch noch bleiben. Die Aufräumarbeiten hätten gezeigt, dass weitere Bäume akut umsturzgefährdet seien, teilte Straßen.NRW am Montag mit. Die Stadt Warstein werde den betroffenen Waldbestand fällen lassen. Die Sperrung wird nach jetzigem Stand bis Mittwochmorgen Bestand haben. 

In diesem Bereich wird die L735 bis Mittwoch voll gesperrt. 

Update, 24. Februar, 10.18 Uhr: Jecken sollten am heutigen Rosenmontag in Nordrhein-Westfalen ihren Regenschirm nicht vergessen: Zum Höhepunkt der Karnevalszeit rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) landesweit mit vielen Wolken und Regen

Demnach soll es am Vormittag vor allem im Süden Niederschlag geben, bevor dieser am Nachmittag dann den Norden erreicht. Die Temperaturen liegen in Ostwestfalen zwischen acht und elf Grad. Im Rheinland wird es etwas wärmer mit Temperaturen zwischen zehn und 13 Grad. 

Ab Montagmittag ziehen laut DWD die ersten Windböen über das Land. Mit etwa 50 Kilometern pro Stunde sei das aber "kein Vergleich" zu Sturmtief "Yulia" am Sonntag, sagte ein DWD-Experte. Am Abend soll der Wind noch mal etwas auffrischen. 

Gute Nachrichten für alle Jecken: Der Rosenmontagszug in Köln findet wie geplant statt. Auch in Düsseldorf fiel der Blick auf den Rosenmontagszug optimistisch aus.

Update, 24. Februar, 10.02 Uhr: Nach einer Sperrung einer Bahnstrecke zwischen Dortmund und Essen am Wochenende fahren die Züge wieder nach Plan. Die Bauarbeiten in Dortmund seien planmäßig bis 4.30 Uhr abgeschlossen worden, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Montagmorgen. 

Dort hatten Arbeiter auf einer Länge von 4,5 Kilometern Schienen ausgetauscht und Gleisbett-Abschnitte erneuert. In der Folge mussten sich Reisende von Freitagabend bis Montagmorgen auf Fahrplanänderungen und Umwege einstellen. Der Fernverkehr wurde ab Dortmund teilweise umgeleitet, im Regionalverkehr waren sechs Linien betroffen, darunter der RE1 zwischen Dortmund und Duisburg. Dort waren die Halte dazwischen - Bochum, Wattenscheid, Essen und Mülheim - entfallen.

Update, 24. Februar, 10.00 Uhr: 

Reisende in NRW bekommen die Auswirkungen des Sturmtiefs "Yulia" am Montag noch teilweise zu spüren: Umgestürzte Bäume zwischen Solingen und Hilden behindern den Zugverkehr der S1, wie eine Sprecherin der Bahn mitteilte. 

Die Strecke sei nur eingleisig befahrbar. Deshalb gibt es im 30-Minuten-Takt einen Pendelzug zwischen Hilden und Solingen. "Es werden alle Halte angefahren. Es gibt eine durchgehende Verbindung", sagte die Sprecherin. Wann die Strecke wieder komplett freigegeben werden könnte, sei noch nicht klar. Arbeiter müssten das Gleis und die Oberleitungen freiräumen. 

Update, 23. Februar, 20.27 Uhr: Grade noch rechtzeitig bemerkte am Sonntagabend der Triebwagenführer der S5 einen umgestürzten Baum kurz vor dem Bahnhof Gevelsberg-Knapp in der Oberleitung und bremste die Bahn nur wenige Meter vor dem Baum ab. Der Streckenabschnitt der S-Bahn musste zwischen Hagen und Gevelsberg in beide Richtungen gesperrt werden.

Die Oberleitung wurde zwar über die Deutsche Bahn abgeschaltet, aber der Notfallmanager musste dennoch die Leitung vor und hinter dem Einsatzort erden. Erst danach konnten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Gevelsberg den Baum aus der Oberleitung beseitigen. 

In der S-Bahn mit Ziel in Mönchengladbach befanden sich 17 Personen. Alle blieben unverletzt und konnten in der Bahn verbleiben. Nach den Aufräumarbeiten konnte die Bahn die Fahrt fortsetzten.

Update, 23. Februar, 17.55 Uhr: Im Märkischen Kreis steigen an mehreren Flüssen die Pegel. Lenne, Volme und Hönne führen nach den sehr ergiebigen Regenfällen des Sonntags sehr viel mehr Wasser als noch am Samstag, wie come-on.de berichtet.

Bahnreisende zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Düsseldorf Flughafen mussten Geduld haben. Laut der Deutschen Bahn war der Verkehr noch bis in den Abend eingestellt. Grund war ein an den Gleisen stehender Baukran, der sich durch den Wind gedreht und eine Hausfassade zerstört hat. 

Insgesamt drei Hebemaschinen hätten sich am Sonntagvormittag durch starken Wind gedreht und miteinander verhakt, teilte ein Sprecher der Polizei mit. An einem der Kräne war eine Metallkette befestigt, welche die Hausfassade beschädigte.

Auch die Feuerwehr in Wuppertal war am Sonntag vermehrt im Einsatz. Es habe umgefallene Bäume und losgelöste Planen gegeben, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Insgesamt habe es bis zum Nachmittag rund 20 sturmbedingte Einsätze gegeben.

In Düsseldorf waren zwei Container von einem Schiff in den Rhein gefallen. Feuerwehrleute hätten die leeren Großbehälter am Sonntag an Land gebracht und gesichert, teilte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Duisburg mit.

Auch Sportliebhaber sollten bei dem Wetter in Köln lieber zuhause bleiben. Aufgrund der Wetterlage blieben am Sonntag alle Sportplätze aus Sicherheitsgründen geschlossen, wie die Stadt Köln auf ihrer Webseite mitteilte.

Update, 23. Februar, 17.47 Uhr:

Obwohl der Karnevalsumzug am Tulpensonntag in

Hagen-Boele

sturmbedingt abgesagt wurde, schlugen einige "Jecken" erheblich über die Stränge. So sollen beispielsweise ca. 100 Jugendliche - teilweise deutlich alkoholisiert - den Fahrzeugverkehr behindert haben. Zehn Personen wurden insgesamt ins Polizeigewahrsam gebracht, 130 Personen erhielten Platzverweise.

Update, 23. Februar, 14.16 Uhr: Der Karnevalsumzug in Bestwig-Heringhausen im Sauerland wurde ebenfalls witterungsbedingt abgesagt. 

Dagegen sind die Umzüge in Lippborg (Kreis Soest) und Menden (Märkischer Kreis) wie geplant gestartet - trotz Regen und Wind. Natürlich stehen aber sehr viel Menschen weniger am Straßenrand als sonst, wie erste Video-Beiträge in sozialen Netzwerken zeigen. Die können wir hier leider nicht teilen, weil die Urheber des Videos das Einbetten der Videos nicht gestattet haben.

Einer der wenigen Umzüge, die am Sonntag stattfinden: In Ründeroth im Oberbergischen Kreis herrscht beste Stimmung.

Update, 23. Februar, 13.26 Uhr: Seit dem Mittag hat die Kreisleitstelle der Feuerwehr im Märkischen Kreis bereits rund 30 sturmbedingte Einsätze verzeichnet. Auf der A45 stürzte eine Tanne quer über die Fahrbahn. Autofahrer ist dringend zu erhöhter Vorsicht bei ihrer Fahrt durchs Sauerland geraten.

Update, 23. Februar, 12.52 Uhr: Die Wetterdienste haben ihre Warnungen zum Teil hochgesetzt. Im Märkischen Kreis etwa gilt die Warnstufe Rot  - Sturm "Yulia" könnte Orkanböen bis zu Windstärke 12 bringen.

In Köln haben die Verantwortlichen ihre Entscheidung zum Schull- und Veedelszöch vom Vortag verschärft: Statt verkürzt wird der traditionelle Zug am Sonntag nun gar nicht stattfinden. 

Update, 23. Februar, 12.22 Uhr: Tief Wiltrud kann die Jecken in Lippborg nicht schrecken: Ungeachtet der Absagen im Umland haben die Verantwortlichen sich für die Durchführung des Zuges entschieden.

Update, 23. Februar, 11.40 Uhr: Auch in Arnsberg ist der Zug für den Sonntag abgesagt. "Es tut mir im Herzen weh für die Wagenbauer", sagt Organisator Fabian Leben, doch das Risiko sei zu groß. "Und irgendwo anzuhalten ist keine Option." 

Im benachbarten Sundern ist die Entscheidung ebenso ausgefallen, auch hier gibt es keinen Umzug. 

In Bockum-Hövel haben die Karnevalisten in Absprache mit Feuerwehr und Polizei den Zug abgesagt. Einen Nachholtermin wird es - Stand jetzt - nicht geben. 

Auch im Hagener Ortsteil Boel wird es am Sonntag keinen Karnevalsumzug geben. Nach derzeitigem Stand werde der Rosenmontagszug durch die Innenstadt aber stattfinden.

Update, 23. Februar, 10.40 Uhr: In Werl ist die Entscheidung gefallen: Der Karnevalsumzu am Rosensonntag fällt aus

Update, 23. Februar, 10.20 Uhr: Auch viele kleinere Karnevalsumzüge sind inzwischen abgesagt. Die Entscheidung für Arnsberg und Sundern soll um 11 Uhr fallen. Auch in Werl und Bockum-Hövel sind am heutigen Rosensonntag Umzüge geplant. In Werl soll die Entscheidung über die Durchführung in den nächsten Minuten fallen. Stadt Hamm und Verantwortliche in Bockum-Hövel betrachten - wie in jedem Jahr - um 11 Uhr die Wetterlage. 

Update, 23. Februar, 10.07 Uhr: Wegen der erwarteten schweren Sturmböen haben die Veranstalter das bei den Jecken beliebte Kö-Treiben am Sonntag in der Karnevalshochburg Düsseldorf abgesagt. Das teilte das Comitee Düsseldorfer Carneval am Sonntag mit. Der Rosenmontagszug sei aber nicht gefährdet.

Update, 23. Februar, 9.25 Uhr: Keine Entwarnung vom Wetterdienst: In vielen Städten schauen die Veranstalter der Karnevalszüge mit Bangen auf die Prognosen und wollen kurzfristig entscheiden, welche Umzüge am Sonntag überhaupt stattfinden können. Die gute Nachricht ist aber: Am Rosenmontag, wenn die größten Umzüge starten, flaut der Wind deutlich ab.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Sonntagmorgen in ganz NRW vor Sturmböen bis Windstärke 9. Besonders kräftige Böen werde es in der Region rund um Aachen und im Bergland geben, sagte ein Meteorologe des DWD in Essen. Dazu regnet es heftig und fast pausenlos. 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter werde es in vielen Regionen geben.

Am Rosenmontag werde das Wetter dann deutlich ruhiger. Den Prognosen zufolge weht dann nur ein schwacher Wind. Allerdings rechnen die Meteorologen im Laufe des Tages wieder mit mehr Regenwolken.

Update, 22. Februar, 20.40 Uhr: Die schlechte Wetterprognose mit Sturmböen und Dauerregen führt in Nordrhein-Westfalen zu ersten Änderungen und Absagen bei den Karnevalsumzügen. Am prominentesten ist Köln betroffen. Die sogenannten Schull- un Veedelszöch am Sonntag, zu denen in der Regel Hunderttausende Schaulustige kommen, werden vorgezogen und die Zugstrecke stark verkürzt. "Wir hoffen, dass wir dadurch in den Windkorridor kommen, dass wir den Zug ohne Einschränkungen laufen lassen können", erklärte Zugleiter Wilhelm Stoffel am Samstag.

Statt um 11.11 Uhr soll es in Köln nun schon um 10.45 Uhr losgehen. Zudem wird die Strecke um zwei Kilometer verkürzt und Aufbauten auf Fahrzeugen werden wieder abgebaut. "Es wird zwar auch regnen, was schlimm ist", sagte Stoffel. "Aber der Wind ist das Problem." Die Schul- und Viertelszüge - wie sie auf Hochdeutsch heißen - gelten als die ursprünglichsten Karnevalsumzüge in Köln. 

Auch in Münster gab es eine Planänderung: Wegen der erwarteten Sturmböen hat der Bürgerausschuss Münsterscher Karneval (BMK) das Programm für Sonntagmittag geändert, wie die Organisation auf ihrer Website bekanntgab. So entfalle der Aufmarsch der Gesellschaften, das Programm beginne um 11 Uhr auf dem Prinzipalmarkt. Die mobile Bühne vor dem Rathaus werde nicht aufgebaut.

Andernorts kam es bereits zu Absagen für Sonntag. Betroffen war unter anderem der Karnevalszug durch Essen-Kettwig. Die Wetterbedingungen seien zu schlecht, teilte der Kettwiger Karnevals-Club auf seiner Facebook-Seite mit. "Gefeiert wird aber trotzdem", sagte der erste Vorsitzende Markus Bredenfeld der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben unsere After-Zug-Party auf 13.11 Uhr vorverlegt und auch schon entsprechend Getränke nachbestellt."

Auch in Salzkotten im Kreis Paderborn entschied man sich, den Zug sicherheitshalber ausfallen zu lassen. Der Karnevalsverein Blau-Weiß im Ortsteil Scharmede teilte auf seiner Internetseite mit, den Umzug möglicherweise im Frühjahr nachholen zu wollen. Zuvor hatten mehrere Medien über die Absage der Umzüge berichtet.

Der Deutsche Wetterdienst rechnet am Sonntagin großen Teilen von Nordrhein-Westfalen mit starkem Wind und viel Regen. "Sieht nicht so dolle aus", fasste ein Sprecher die Prognose zusammen. Einzig Teile des Münsterlands könnten einigermaßen zuversichtlich sein. "Je nördlicher, desto weniger Wind, desto weniger Windböen", sagte er.

In der Karnevalshochburg Düsseldorf wurde die Entwicklung ebenfalls beobachtet. Dort ist am Sonntag das sogenannte Kö-Treiben auf der Königsallee geplant. Zunächst blieb es auch bei diesem Plan, wie ein Sprecher des Comitee Düsseldorfer Carnevals mitteilte. Aber man sei bereit, auch kurzfristig umzuentscheiden.

Für die Rosenmontagzüge sieht die Prognose besser aus. Das Festkomitee Kölner Karneval teilte mit, man gehe davon aus, "wie geplant" durch die Stadt ziehen zu können.

Update, 20. Februar, 21.55 Uhr: Tief "Wiltrud" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern hat am Donnerstagabend den Düsseldorfer Karnevalisten eine unfreiwillige Feierpause gebracht. Wegen einer offiziellen Unwetterwarnung sei das Programm am Altweiberabend von 19.45 Uhr an in der gesamten Düsseldorfer Altstadt unterbrochen worden, teilte das Comitee Düsseldorfer Karneval (CC) mit. In Köln war es ähnlich stürmisch. Für eine Unterbrechung der Veranstaltungen sahen die Verantwortlichen aber vorerst keinen Grund, wie ein Stadtsprecher sagte.

Update, 20. Februar, 17 Uhr:  Weiberfastnacht endet in NRW stürmisch. Sturm Wiltrud ist die Nachfolgerin von Sabine und Victoria - und sie wird am Donnerstagabend über NRW hinweg ziehen. In NRW sind Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von 70 bis 85 km/h möglich. "Jecken sollten auf dem Nachhauseweg auf der Hut sein", heißt es in einer Twitter-Meldung des Deutschen Wetterdienstes.

Update, 20. Februar, 14 Uhr:  Windig ja, allzu stürmisch nein! Fans vom Karneval in NRW können recht entspannt in die tollen Tage gehen. Das Wetter ist nicht ideal, es wird aber mitspielen. An Weiberfastnacht sind in NRW Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von rund 70 km/h möglich. Beim Weiberfastnachtsumzug in Welver sollten die Teilnehmer ihre Hüte gut festhalten.

Am Sonntagnachmittag müssen wir wieder mit Sturmböen rechnen, sagt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. NRW wird dabei aber nicht zu stark betroffen sein. Leider wird es nass: Am Sonntag muss den ganzen Tag immer wieder mit Regenschauern gerechnet werden. Wie geht es Rosenmontag weiter? Die Wettermodelle sind da noch uneinheitlich: Regen oder Sonne - es ist noch vieles offen.

Update, 19. Februar: Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) spricht mittlerweile von einer Sturmlage am Karnevalswochenende. "Am Sonntag sind verbreitet 60 bis 90 km/h, im Nordwesten und Norden regional bis 100 km/h zu erwarten", zu erwarten heißt es in einem Tweet des DWD vom Mittwochmittag. Damit dürften alle Fans des Karnevals aufatmen: Karnevalsumzüge im Rheinland und Westfalen wären damit nicht gefährdet. Auch der Blick auf den Rosenmontag lohnt schon einmal: Auch hier sind Sturmböen mit Geschwindigkeiten von über 60 km/h möglich. Im Laufe der Woche werden diese Vorhersagen immer konkreter.

NRW feiert Karneval - doch droht uns ausgerechnet Richtung Rosenmontag nach Sabine und Victoria der nächste Sturm? Einiges spricht beim Blick aufs Wetter dafür.

Aber vorneweg: Für eine präzise Vorhersage ist es noch viel zu früh. Bislang sind es nur Modellkarten mit vielen Unsicherheiten. Erst zum Ende der Woche hin lässt sich genauer prognostizieren wie es mit dem Wetter und einem möglichen Sturm an Karneval in NRW weitergeht.

Was fest steht: Das Wetter in NRW wird bis zum Karneval von einer Westwetterlage beherrscht. Immer wieder kommen Tiefdruckgebiete vom Atlantik in Richtung Westeuropa. Diese Tiefausläufer bringen viel Wind mit. Das ist übrigens nichts Ungewöhnliches, sagt Fabian Ruhnau, Meteorologe von Kachelmannwetter. Wir hatten diese Westlage zwar lange nicht mehr, sie ist aber absolut typisch für Mitteleuropa. Genau diese Wetterlage hat uns die beiden vergangenen Stürme beschert.

  • Sturm Sabine sorgte in NRW für über 7.000 Einsätze der Feuerwehr. 13 Menschen durch den Sturm verletzt. Autobahnen wie die A45 waren zeitweise gesperrt, der Bahnverkehr in NRW musste zeitweise komplett eingestellt werden.
  • Sturm Victoria verursachte weniger Schäden, hielt die Feuerwehren in NRW ebenfalls auf Trab. Bäume stürzten um, es kam wieder zu Ausfällen und Verzögerungen im Bahnverkehr.
Das Wetter wird zu Weiberfastnacht ungemütlich in NRW. Es droht wieder ein Sturm zu Karneval.

Sturm an Karneval? Erste Hinweise auf Wetter in NRW

Was sagen die Prognosen nun zu einem möglichen Sturm an Karneval in NRW? Die Modellkarte von Kachelmannwetter gibt eine erste Tendenz. Im weiten Teilen von NRW kann es am Sonntagnachmittag zu Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von rund 80 km/h geben. Zum Beispiel: Bei Sabine und Victoria lagen sie bei über 100 km/h. Stärker trifft es am Wochenende voraussichtlich den Norden Deutschlands. Diese Berechnungen sind aber noch sehr unsicher, betont Fabian Ruhnau von Kachelmannwetter. Etwas klarer sehen die Meteorologen in Sachen Temperaturen. Die Westlage wird milde Luft in den Westen Deutschlands pusten. Wir werden wieder zweistellige Temperaturwerte bekommen.

Sturm an Karneval? Absage wegen Wetter noch weit weg

Was heißt das Wetter also bisher für den Karneval in NRW? Noch gar nichts. Von möglichen Absagen von Karnevalsumzügen sind wir noch ganz weit entfernt. So waren zum Beispiel im Jahr 2016 einige Umzüge wie in Hamm wegen Sturmgefahr abgesagt worden. Der Umzug wurde dann einige Wochen später nachgeholt. Für den Rosenmontag ist die Vorhersage ohnehin noch unsicherer als für das Wochenende. - mit Material von dpa

Quelle: wa.de

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