Karl-May-Festspiele: Martin Semmelrogge als Bösewicht

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Martin Semmelrogge

LENNESTADT - Er spielte in den Filmen "Das Boot" und "Schindlers Liste" mit. Jetzt ist Martin Semmelrogge für die Karl-May-Festspiele in Elspe engagiert. Er soll den Bösewicht darstellen - während ein Mönchsgeier mit mehr als drei Metern Spannweite über der Naturbühne kreist.

Der Schauspieler Martin Semmelrogge (58) wird in dieser Saison bei den Karl-May-Festspielen im sauerländischen Lennestadt-Elspe den Bösewicht mimen. Bei der Inszenierung von "Unter Geiern" spielt Semmelrogge den Gegenspieler von Winnetou und Old Shatterhand. "Ich habe sofort zugesagt. Das ist ein richtig toller Western", sagte Semmelrogge am Dienstag bei der Vorstellung des Stücks.

Neben der Verpflichtung des Schauspielers ("Das Boot", "Schindlers Liste") haben die Festspiele in diesem Jahr auch einen tierischen Hauptdarsteller. In der Titelrolle soll ein Mönchsgeier mit mehr als drei Metern Spannweite über der Naturbühne kreisen. Der Geier "Jack" wurde in der Greifvogelstation Hellenthal in der Eifel für seinen Einsatz auf der mehr als 100 Meter breiten Naturbühne trainiert.

Semmelrogge wird während der Saison gemeinsam mit seiner Frau und seinen zwei Hunden Quartier in einer Blockhütte auf dem Festivalgelände beziehen. "Ich bringe mir mein E-Bike mit. Das ist ja eine prima Alternative für das Sauerland", sagte er.

Auf das Gastspiel in Elspe freut sich der Schauspieler. "Das ist eine tolle Rolle. Das ist ja nicht der brutale Bösewicht, sondern ein intelligenter Kerl. Und außerdem brenne ich fürs Freiluft-Theater", sagte er. Bereits bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg (2009) und beim Piraten Open Air in Grevesmühlen (2010 bis 2013) stand er als Schauspieler auf Freilicht-Bühnen. Natürlich müsse er auch im Sauerland sein Klischee erfüllen. "Für mich sind die Bösewichte ja auch immer die Heroes."

Im Stück kämpfen Winnetou (Jean-Marc Birkholz) und Old Shatterhand (Oliver Bludau) gegen die Geier-Bande und deren Anführer Weller (Martin Semmelrogge). Dabei werden sie in einem actionreichen Showdown vom Geier unterstützt. Regisseur Jochen Bludau setzt bei seiner Inszenierung außerdem wieder auf Stunts und lautstarke pyrotechnische Effekte.

Im Rahmenprogramm der Festspiele wird eine Musik-, eine Stunt- und eine Greifvogel-Pferde-Show gezeigt. Insgesamt werden zu den 58 Vorstellungen (14.6. bis 7.9.) wie im Vorjahr mehr als 200.000 Zuschauer erwartet. - lnw

Quelle: wa.de

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