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Tragödie in NRW: Zwei Männer sterben bei verheerendem Brand in Wohnheim

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Von: Simon Stock

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Brand in Altenheim in Kamen
Bei dem Brand in dem Wohnheim für Menschen mit Behinderung kamen zwei Personen ums Leben. © picture alliance/dpa/Blaulicht Unna | M. Neumann

Tödlicher Brand in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung in Kamen (NRW): Bei einem Feuer starben zwei Menschen, ein weiterer wurde lebensgefährlich verletzt.

Kamen - In einem Wohnheim für erwachsene Menschen mit Behinderungen in Kamen im Kreis Unna (NRW) ist am Montagabend (23. Januar) ein Feuer ausgebrochen - mit furchtbaren Folgen. Zwei Bewohner (43 und 56 Jahre) kamen trotz Wiederbelebungsversuchen zu Tode, wie wa.de berichtet.

StadtKamen
KreisUnna
Einwohner42.544 (31. Dez. 2021)

Ein weiterer Mann (22) befinde sich in Lebensgefahr, sagte ein Sprecher der Polizei im Kreis Unna. Zudem habe eine Bewohnerin eine Rauchgasvergiftung erlitten und sei zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht worden, schilderte die Feuerwehr.

Kamen (NRW): Zwei Tote bei Brand in Wohnheim für Behinderte

Das Feuer war am späten Montagabend im Erdgeschoss der Einrichtung in Kamen in der Nähe von Dortmund ausgebrochen. In dem Friedrich-Pröbsting-Haus im Stadtteil Heeren-Werve leben etwa 50 Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen.

Der Feueralarm wurde gegen 21.45 Uhr automatisch ausgelöst. Als die Feuerwehr anrückte, sahen die Einsatzkräfte bereits, wie Rauch aus dem Erdgeschoss aufstieg. Mit dem Stichwort „MANV 2“ (Massenanfall an Verletzten) wurden daraufhin weitere Feuerwehrkräfte aus der Umgebung alarmiert.

Brand in Altenheim in Kamen
Blick in den Bereich des Friedrich-Pröbsting-Hauses, indem das Feuer ausgebrochen war. © Rolf Vennenbernd/dpa

Drei Bewohner seien bewusstlos aus dem Gefahrenbereich geborgen worden. Bei den beiden 43 und 56 Jahre alten Betroffenen blieben Wiederbelebungsmaßnahmen erfolglos. Der schwer verletzte 22-Jährige wurde per Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Trotz der anfangs sehr unübersichtlichen Lage wurde das Feuer schnell gelöscht. Die Bewohner des evakuierten Wohnheims wurden vor Ort versorgt. Man habe die Betroffenen in sichere Brandabschnitte im zweiten Obergeschoss und andere ungefährdete Bereiche gebracht. Die Feuerwehr führte umfangreiche Belüftungsmaßnahmen im Gebäude durch.

Kamen: Brandermittler nehmen die Arbeit auf

Bewohner und Mitarbeiter wurden nach Angaben der Feuerwehr von der Notfallseelsorge des Kreises Unna betreut. Acht Bewohner könnten nach dem Brand nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Heimleitung habe sie vorübergehend in anderen Gebäudebereichen unterbringen können.

Wie es genau zu dem Brand kam, war am Tag nach dem Vorfall zunächst unklar. Die Ermittlungen dazu könnten mehrere Tage dauern, sagte der Polizeisprecher. Sachverständige müssten sich vor Ort ein genaues Bild von der Lage machen. Vor deren Gutachten könne man zur Ursache noch keine Angaben machen.

Erst wenige Tage zuvor war im benachbarten Unna bei einem Brand ein toter Mann entdeckt worden. In Hamm bekämpfte die Feuerwehr einen sich rasend schnell ausbreitenden Brand in einem Wohnhaus. (sst/dpa)

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