Streit um Hengst-Sperma beendet - OLG weist Klage eines Pferdezüchters ab

HAMM - Der juristische Streit um das verschwundene Sperma des Zuchthengstes "Carthago Z" ist beendet. Der klagende Pferdezüchter scheiterte auch mit seiner Berufungsklage am Oberlandesgericht (OLG) Hamm, wie das Landgericht Detmold am Montag mitteilte.

Das OLG schloss sich damit der Einschätzung des Landgerichts an, dass die Klage des Züchters verjährt sei. In erster Instanz hatte das Landgericht die Klage bereits im Mai 2011 abgewiesen.

Der Kläger hatte von einem Veterinär aus dem Kreis Lippe einen Schadensersatz von 60 000 Euro gefordert. Dabei ging es um Sperma, das der aus Oberfranken stammende Züchter 1997 von einem belgischen Gestüt erworben hatte. Das tiefgekühlte Sperma gab der Kläger dem Tierarzt zur Besamung von zwei Stuten.

Nach Ansicht des Pferdezüchters wurde das Sperma dabei nicht komplett aufgebraucht. Die 20 übrig gebliebenen Röhrchen mit tiefgekühltem Sperma seien dem Veterinär zur Verwahrung übergeben worden. Der Tierarzt bestritt, diese Röhrchen eingelagert zu haben.

"Carthago Z" hat unter anderem bei Olympischen Spielen und Europameisterschaften erfolgreich abgeschnitten. Das Pferd hat in Züchterkreisen einen sehr guten Ruf und zählt zu den weltweit bedeutendsten Zuchttieren für Springpferde. - dpa

Quelle: wa.de

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