DNA spuren überführen 47-Jährige

Mord an Sachsenschleife scheint geklärt: Polizei nimmt Tochter des Opfers fest

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In diesem Hochhaus in der Sachsenschleife 11 starb ein 75-jähriger Rentner – offensichtlich nach einem Gewaltverbrechen.

Der Mord an der Sachsenschleife in Hamm scheint aufgeklärt worden zu sein. Die Polizei hat am Samstag eine Tatverdächtige festgenommen: die Tochter des Opfers.

Update, 4. April, 15.26 Uhr: Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstagnachmittag in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, könne das Tötungsdelikt, das sich am Montag (30. März) in einem Hochhaus am Sachsenring in Hamm abgespielt hat, "aufgrund von tatrelevanten DNA-Spuren" der Tochter des 75-jährigen Opfers zugeordnet werden. Die 47-jährige Frau sei am Samstagmorgen gegen 8 Uhr festgenommen worden. "Sie macht von ihrem Schweigerecht Gebrauch und lässt sich anwaltlich vertreten", berichten Polizei und Staatsanwaltschaft. Angaben zu einem möglichen Motiv für die schreckliche Tat gibt es also bislang nicht.

Das Amtsgericht Hamm habe einen Untersuchungshaftbefehl wegen Totschlags erlassen. Zudem haben sich die Ermittler zum Ergebnis der Obuktion geäußert. Demnach sei der 75-jährige Rentner am Montag"durch Gewalteinwirkung gegen den Kopf" verstorben. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten den Zeitraum des Mordes in Hamm am Donnerstag noch auf die Zeit von 12 bis 16 Uhr eingegrenzt und um Hinweise von Zeugen gebeten

Mord in Hamm: Lesen Sie hier unsere ursprüngliche Berichterstattung

Hamm - Ein 75-jähriger Rentner aus dem Hammer Westen ist am Montag Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Die Ehefrau entdeckte den Leichnam am späten Nachmittag, als sie zur gemeinsamen Wohnung des Paares an der Sachsenschleife zurückkehrte. Sie war den Tag über nicht zu Hause gewesen. Ihr Mann lag tot in der Wohnung.

Was sich hinter den Wänden des Hochhauses abgespielt hatte, war am Montagabend noch weitgehend unklar. Die Ehefrau, selbst kaum des Deutschen mächtig, wandte sich wohl zunächst an einen Nachbarn, der dann die Rettungskräfte verständigte. Deren Hilfe kam aber zu spät. Die Frage, wie lange der Mann schon tot in der Wohnung lag, blieb zunächst unbeantwortet. Noch am späten Abend nahm eine Mordkommission der Dortmunder Polizei die Ermittlungen auf und führte die ersten Befragungen durch. Augenscheinlich war es zu einem Gewaltverbrechen gekommen.

Das wurde zweifelsfrei bestätigt, nachdem eine Obduktion durchgeführt worden war. Das teilte die Staatsanwaltschaft gestern mit. Hinsichtlich des Verletzungsbildes oder des Tatablaufs machte sie aber aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben.

Mord in Hamm: Kein Tatverdächtiger, unklare Motivlage

Bislang gibt es offenbar keinen Tatverdächtigen und auch die Motivlage ist noch unklar. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte Staatsanwalt Jörg Schulte-Göbel.

Das Opfer stammte aus Bosnien-Herzegowina. Gemeinsam mit seiner Ehefrau hatte es seit vielen Jahren in dem Haus gelebt. Kinder oder andere Verwandte waren dort nicht gemeldet und hatten sich zuletzt wohl auch nicht dort aufgehalten.

Entscheidende Hinweise gab es zunächst offenbar auch nicht aus dem Kreis der Nachbarn. In dem Haus wohnen viele Menschen unterschiedlichster Herkunft. Nachbarschaftliche Kontakte scheinen nicht besonders ausgebildet zu sein. Reichtümer sind bei den Anwohnern nicht zu vermuten. Dennoch scheint auch ein Raubmord nicht gänzlich ausgeschlossen zu sein.

Quelle: wa.de

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