Zahlen des Ministeriums

Ein Jahr Pferdefleisch-Skandal: 45 Funde in NRW

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DÜSSELDORF - Im Zuge des Pferdefleisch-Skandals haben Lebensmittelkontrolleure in Nordrhein-Westfalen in 45 Fällen nicht deklariertes Pferdefleisch entdeckt. Das teilte das NRW-Verbraucherschutzministerium ein Jahr nach dem Skandal auf dpa-Anfrage mit.

Insgesamt seien fast 600 Proben auf Pferde-DNA untersucht worden, hieß es.

Die Spur führte in NRW zunächst zu einem Kühlhaus in Neuss. Dort war Fertig-Lasagne mit nicht deklariertem Pferdefleisch von einer Düsseldorfer Handelsfirma gelagert worden. Die hatte die Lasagne verkaufsfertig von einer Luxemburger Tochterfirma eines französischen Unternehmens bezogen. Ein Teil der Ware war bereits ausgeliefert.

Später wurde bekannt, dass auch über einen niederländischen Händler nicht deklariertes Pferdefleisch nach NRW gelangt war. Der Großhändler hatte mehr als 30 Kunden in NRW. Tiefkühl-Hackfleisch mit Spuren von Pferdefleisch war so auch an nordrhein-westfälische Restaurants geliefert worden.

Wie aus einem Bericht von NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) hervorgeht, hatten die zuständigen Behörden in NRW zuerst aus den Medien von dem Verdacht erfahren. Erst vier Tage später, am 12. Februar 2013, war die Lebensmittelüberwachung in Nordrhein-Westfalen offiziell über das Europäische Schnellwarnsystem RASFF informiert worden. Dabei waren erste Informationen zu Vertriebswegen der betroffenen Ware hinterlegt.

Behörden in Irland hatten bereits Mitte Januar 2013 Erkenntnisse, wonach dort untersuchte Rindfleischburger bis zu 80 Prozent Pferdefleisch enthielten. - lnw

Quelle: wa.de

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