Italienische Kaffeespezialitäten wie vom Barista

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Cappuccino ist ein Klassiker unter den italienischen Kaffeespezialitäten.

Auf dem Weg zur Bahn schnell einen „Coffee to go“ schlürfen: Echten Kaffeefans stellt es dabei die Nackenhaare auf. Sie zelebrieren den Genuss italienischer Kaffeespezialtäten. Um guten Kaffee zu trinken, müssen Sie aber keinen Barista kennen. Bereiten Sie ihn einfach selbst zu! So geht’s.

Espresso: Kaffeespezialität unter Druck

Espresso unterscheidet sich von normalem Filterkaffee vor allem durch die Art der Kaffeeröstung und die Zubereitung. Verwenden Sie Espressobohnen. Dabei handelt es sich zwar normalerweise um die gleichen Bohnen wie für Filterkaffee: entweder zu 100 Prozent Arabica-Bohnen oder eine Mischung aus Arabica- und Robusta-Bohnen. Espressobohnen werden aber länger geröstet. Dadurch sind sie dunkler, haben mehr Würze und schmecken intensiver. Der Mahlgrad ist mit 0,2 Millimeter zudem feiner.

Für die korrekte Zubereitung der Kaffeespezialität verwenden Sie eine Siebträgermaschine – bevorzugt eine Handhebelmaschine. Sie presst das erhitzte Wasser mit hohem Druck von 9 bis 15 bar durch den Kaffee. Dadurch entsteht die berühmte Crema. Die Bitterstoffe und die Gerbsäure gelangen größtenteils nicht in den Kaffee. Das macht Espresso bekömmlicher als Filterkaffe.

In einer Espressokanne können Sie übrigens keinen Espresso zubereiten. Der Name ist irreführend. Denn durch das Erhitzen auf der Herdplatte kommt es in der Kanne maximal zu einem Druck von etwa 1,5 bar. Dabei entsteht keine stabile Crema. Das Kaffeepulver hat durch den geringeren Druck länger Kontakt mit dem Wasser. Das löst mehr Bitterstoffe. Der Kaffee ähnelt dem Geschmack von Filterkaffee. In Italien heißt die Kanne deshalb auch „Caffettiera“, übersetzt Kaffeekanne.

Cappuccino: so bekommt er seine Milchschaumkrone

Ein echter italienischer Cappuccino wird in einer 120-Milliliter-Tasse serviert und mit 40 Milliliter Espresso zubereitet. Sobald der Espresso in der Tasse ist, füllen Sie sie möglichst zügig mit heißem, halbflüssigem Milchschaum auf. Dadurch vermischen sich Milch und Espresso miteinander und es entsteht die typische Milchschaumkrone. Ist der Milchschaum besonders sämig, setzt sich die Crema des Espressos ab. Baristas nutzen das, um kunstvolle Muster in den Schaum zu zaubern.

Wenn Sie Ihren Cappuccino mit einem blätterähnlichen Muster dekorieren wollen, halten Sie die Tasse ruhig und schräg. Mit der anderen Hand gießen Sie den Schaum hinein – und zwar mit einer leicht zitternden Bewegung. Das erfordert etwas Übung, macht aber mächtig Eindruck.

Latte Macchiato: die Kunst der drei Schichten

Wer schon einmal einen Latte Macchiato in einer echten italienischen Kaffeebar bestellt hat, weiß: Die Kaffeespezialität hat drei Schichten. Davon leitet sich auch der Name Latte Macchiato ab: Übersetzt heißt das Getränk „gefleckte Milch“.

Sie erhitzen dafür die Milch und lassen diese einige Minuten ruhen, damit sich der Schaum absetzen kann. Solange lassen Sie den Espresso durchlaufen. Anschließend füllen Sie zunächst die Milch in ein hohes Glas und gießen dann langsam den Espresso dazu.

Der Espresso steigt beim Eingießen nach oben. Die kühlere und fettreiche Milch setzt sich durch ihre höhere Dichte unten ab. Ganz oben kommt ein Häubchen aus Milchschaum oder Sahne. Dann servieren Sie ihn mit einem Löffel und einem Trinkhalm.

Quelle: wa.de

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