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Interrail-Ticket: Emma Hillebrand (18) reist zwei Monate durch Europa

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Von: Svenja Jesse

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Ein Rucksack für zwei Monate: Emma Hillebrand aus Westönnen fährt gemeinsam mit ihrer Schwester Lilly mit dem Interrail-Ticket durch Europa.
Ein Rucksack für zwei Monate: Emma Hillebrand aus Westönnen fährt gemeinsam mit ihrer Schwester Lilly mit dem Interrail-Ticket durch Europa. © Jesse

Die dritte Ferienwoche ist gestartet – für einige sind es die letzten Sommerferien. So zum Beispiel auch für Emma Hillebrand. Zusammen mit ihrer Schwester Lilly reist sie jetzt zwei Monate mit dem Interrail-Ticket durch Europa.

Hamm/Westönnen – Die 18-Jährige hat gerade ihr Fachabi am Elisabeth-Lüders-Kolleg in Hamm gemacht – und wurde von der Stadt als eine der besten Schüler geehrt. Das Preisgeld von 250 Euro hat sie in ein Interrail-Ticket investiert.

„Das war ein relativ spontaner Entschluss. Ich habe auf Instagram gesehen, dass sie 50-jähriges Jubiläum hatten und die Tickets nur die Hälfte gekostet haben. Allerdings ging das Angebot nur noch zwölf Stunden. Da mussten wir uns schnell entscheiden“, sagt die 18-Jährige.

Mit dem Interrail durch Europa: Erster Stopp Basel

Mit gepackten Rucksäcken starteten die Schwestern aus Westönnen am Sonntag in Dortmund. Erster Stopp ist Basel in der Schweiz. Von da aus soll es dann über Italien und Südfrankreich nach Spanien und Portugal gehen. „Auf Portugal freue ich mich am meisten. Da wollte ich schon immer Mal hin. Ich freue mich, Strände zu entdecken, die man so noch nicht gesehen hat“, sagt Emma. Wie lange die Schwestern an den Orten bleiben, wollen sie spontan entscheiden.

Für Emma ist es die allererste Reise ohne Eltern. „Als ich 16 war, ging Corona ja los, da hatte ich noch keine Chance mit Freunden in den Urlaub zu fahren“, sagt sie. Deshalb mischt sich zu der Freude auch ein ganz kleines bisschen Sorge. „Es kann ja immer was passieren, und dann ist es ja immer praktisch, wenn die Eltern dabei sind. Aber ich lasse das alles auf mich zukommen“, sagt sie. Die erste große Herausforderung haben die Schwestern schon hinter sich – den Rucksack packen: „Für mich war das gar nicht leicht. Ich packe immer lieber mehr ein, aber jetzt, wo man alles auf dem Rücken hat, muss ich daran denken und mich zurückhalten“, erklärt sie.

Emma Hillebrand möchte mit dem Interrail von Italien bis nach England

Schwester und Reisebegleitung Lilly hat mit 21 schon ein paar Erfahrungen in der Fremde gesammelt. Einen Monat wird sie ihre Schwester begleiten, dann muss sie wieder zur Arbeit. Sie macht eine Ausbildung zur Ergotherapeutin und konnte nicht länger Urlaub nehmen, erklärt Emma. Danach möchte die 18-Jährige alleine weiterreisen „Ich würde gerne noch nach London und dann mal sehen“, sagt sie. Natürlich spielt auch das Budget eine Rolle. Die Schwestern haben gespart, wissen aber auch, dass Unterkünfte nicht überall günstig sein werden. „Wir sehen einfach, wie weit wir kommen. Und wenn es uns irgendwo gefällt, bleiben wir vielleicht auch einfach länger und lassen einen Stopp aus“, sagt die 18-Jährige.

Für Emma wird es die erste und letzte große Reise sein. Im September startet sie eine Ausbildung zur Physiotherapeutin. Um nichts von ihrer Europa-Reise zu vergessen, möchte sie die Eindrücke in einem Tagebuch festhalten. Auch einen Instagram-Account soll es geben. „Ich glaube, in zwei Monaten kommen einfach so viele Eindrücke zusammen. Das möchte ich festhalten.“

Interrail-Ticket

Das Interrail-Ticket gibt es unter anderem bei der Bahn. Es gibt unterschiedliche Angebote, von freier Fahrt an einzelnen Tagen in einem Monat bis zu drei Monaten am Stück. Das Ticket kostet zwischen 250 und 600 Euro. Die EU-Kommission verlost zudem zweimal jährlich kostenlose Interrail-Tickets an EU-Bürger, die gerade 18 geworden sind. Damit können die Gewinner 30 Tage lang in einem bestimmten Zeitraum mit dem Zug durch die EU-Mitgliedstaaten reisen. Die nächste Auswahlrunde ist im Herbst.

Hammer reisen um die Welt

Seit einem guten Jahr reisen Marius Pöpsel aus Hamm und seine Freundin Vlada Vegilanski um die Welt. Eigentlich wollten die beiden dabei aufs Fliegen verzichten. Corona machte ihnen da allerdings einenStrich durch die Rechnung.

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