"Hartz-IV-freie Zone": Internetglosse empört

MÜNSTER - Die Stadt Münster hat empört auf eine Satire im Internet reagiert. In dem als Glosse ausgewiesenen Beitrag in der Online-Community der Wochenzeitung "der Freitag" schreibt die Autorin von angeblichen Plänen, Hartz IV-Empfänger aus Wohnungen in Münsters Innenstadt zu verdrängen.

 "Selbstverständlich ist das blanker Unsinn", wehrte sich die Stadt am Dienstag in einer Mitteilung. Darin wird der Text als "übler Schabernack, der mit der Existenzangst von Menschen spielt" verurteilt. Möglicherweise habe die Verfasserin eine sozialkritische Satire verfassen wollen, durch den nachrichtlichen Stil hätten viele Menschen die Geschichte jedoch wörtlich genommen und sich empört an die Stadt gewandt.

"Sofern ein Text mit Glosse betitelt ist, sollte man ihn auch als solche verstehen", sagte Jan Jasper Kosok, Online-Chef bei "Freitag.de". Auf der Blogging-Plattform können Nutzer nach Anmeldung Texte veröffentlichen. Die redaktionelle Prüfung erfolge nach der Veröffentlichung. Nur sofern ein Text nicht gegen die Verhaltens-Regeln ("Netiquette") oder Gesetze verstoße, werde er entfernt. - dpa

Quelle: wa.de

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