Innenministerium: 15 Polizisten bei Einsätzen 2012 schwer verletzt

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Landesinnenminister Ralf Jäger

DÜSSELDORF - Schwere Gewalttaten gegen Polizisten haben in Nordrhein-Westfalen zugenommen. Wie das NRW-Innenministerium am Samstag berichtete, wurden im vergangenen Jahr 15 Polizeibeamte bei Einsätzen so schwer verletzt, dass sie mehrere Tage oder Wochen nicht zum Dienst kommen konnten.

Das waren sechs mehr als 2011. Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) nannte die Angriffe auf Polizisten in einer Mitteilung "vollkommen inakzeptabel".

Vor allem auf Streife würden Polizisten angegriffen. 2012 habe es landesweit fast 6000 Vorfälle gegeben, bei denen es zu Straftaten gegen Polizisten gekommen sei. Mehr als 1800 Beamte hätten dabei zumeist leichte Verletzungen davongetragen. Die Zahl der verletzten Polizisten insgesamt sei im Vergleich zu 2011 leicht zurückgegangen, geht aus dem Lagebild "Gewalt gegen Polizeibeamte" hervor, das in Düsseldorf veröffentlicht wurde.

Typische Täter seien betrunkene junge Männer, denen es an Respekt und Anerkennung staatlicher Institutionen fehle, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. Zwei Drittel der über 6000 Verdächtigen waren der Polizei zuvor bereits aufgefallen. Die Hemmschwelle, sich beleidigend und aggressiv gegenüber Polizisten zu verhalten, sinke.

"Wir müssen darauf hinwirken, dass das Handeln der Polizisten wieder mehr respektiert und wertgeschätzt wird", sagte Jäger laut der Mitteilung. Um die Beamten zu schützen, würden sie bestmöglich ausgestattet. Einsatztaktiken sowie Aus- und Fortbildung würden laufend überprüft. - lnw

Quelle: wa.de

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