Reihenfolge für Corona-Impfungen

Was passiert mit Impfresten in NRW? Ministerium macht klare Vorgaben

Langsam kommt Tempo in die Corona-Impfungen. Trotz vieler Termine kommt es immer wieder zu Impfresten. Was passiert damit? Das NRW-Gesundheitsministerium macht klare Vorgaben.

Hamm – Was passiert eigentlich mit den Impfresten, die in den Impfzentren in Nordrhein-Westfalen übrig bleiben? Immer mehr Menschen in NRW erhalten die Corona-Impfungen. Doch noch gilt eine strenge Reihenfolge mit verschiedenen Prioritäten, wer wann dran ist. Gilt das auch für die übrig gebliebenen Impfdosen? (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17.947.221 (31. Dezember 2019)[

Impfreste in NRW: Gesundheitsministerium macht Vorgaben zur Reihenfolge der Impfungen

Regeln, an wen die restlichen Impfdosen verteilt werden, stellt das NRW-Gesundheitsministerium (MAGS) auf. Laut Angaben eines Sprechers des MAGS gegenüber wa.de sind diese seit Freitag, 23. April, explizit geregelt.

„Bei der Verteilung von Restdosen […] sollen Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 3 CoronaImpfV [Corona-Impfverordnung, Anmerkung der Verfasserin] vorrangig berücksichtigt werden. Sollte eine Impfung aus überzähligen Dosen in der 2. Priorität nicht möglich sein, können nachrangig Personen aus der Priorität 3 geimpft werden, um einem Verwurf des Impfstoffs vorzubeugen. Hierbei sind bevorzugt Personen zu berücksichtigen, die bei der Feuerwehr, der Polizei und an weiterführenden Schulen tätig sind.“

Wie genau die Impfreste dann jedoch an die Betroffenen kommen, regeln die Kommunen selbst. Deswegen gibt es immer wieder Unterschiede. Auch die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe macht dort keine Vorgaben, weil die Zuständigkeit beim Gesundheitsministerium liegt.

Impfreste in NRW: Prioritäten müssen eingehalten werden

Heike Achtermann, Pressesprecherin der KVWL, erklärt, dass die Impfreihenfolge auch bei den übrig gebliebenen Impfresten unbedingt eingehalten werden muss. Praktisch werde das in vielen Impfzentren mit Listen gehandhabt. Auch gebe es kurzfristige Aufrufe, dass sich die Betroffenen selbst melden können, um schnell gegen Corona geimpft zu werden.

So können sich etwa im Kreis Unna bestimmte Personengruppen für eine mögliche Impfung online registrieren. Sie müssen Angehörige von Schwangeren oder Pflegebedürftigen sein oder Vorerkrankungen gemäß der Paragrafen 3 oder 4 der Corona-Impfverordnung haben. Und sie müssen schnell zum Impfzentrum in Unna kommen - maximal 60 Minuten sollte es dauern.

Corona-Impfungen in NRW: Rettungskräfte müssen teilweise noch geimpft werden

Im Kreis Unna sind die Einsatzkräfte unter anderem aus Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr bereits gut mit Corona-Impfungen versorgt. In anderen Regionen ist das noch nicht der Fall. Es gebe immer noch Bedarf, so Heike Achtermann.

Derzeit erfolgen Impfungen in der Gruppe Zwei der Impfreihenfolge.

  • Gruppe zwei: Hohe Priorität haben Personen ab 70 Jahren, Menschen mit Trisomie 21, Demenzkranke, Transplantationspatienten, Bewohner von Obdachlosen- oder Asylbewerberunterkünften und enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren sowie Bereitschaftspolizisten. Seit Kurzem werden auch Kita-Mitarbeiter sowie Lehrer an Grund-, Sonder- und Förderschulen der Gruppe zwei bei der Impfreihenfolge zugeordnet.

Beim Impfgipfel mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Kanzlerin Angela Merkel, wurde beschlossen, dass die Priorisierung bei den Corona-Impfungen im Juni aufgehoben werden soll. Außerdem sollen Geimpfte gewisse Grundrechte wieder erhalten, die durch die Maßnahmen der Corona-Pandemie beschränkt worden sind.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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