Sommerinterview im ZDF

Von einer Corona-Impfpflicht hält Armin Laschet nichts

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet ist im Sommerinterview im ZDF auf Konfrontationskurs gegen die Bundesregierung in Sachen Corona-Impfpflicht gegangen.

Düsseldorf – Frankreich hat es, Deutschland diskutiert es – die Impfpflicht in der Corona-Pandemie, wie RUHR24* berichtet. Der Ministerpräsident aus NRW* und Bundeskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) hat dazu eine ganz eigene Meinung.

BundeslandNRW
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)
ThemaImpfpflicht

NRW: Impfpflicht in der Corona-Krise – Armin Laschet bezieht klare Stellung

Armin Laschet will im September Bundeskanzler werden. Die Coronakrise* und das aktuell diskutierte Thema der Impfpflicht sorgen neben dem Klimawandel für die heftigsten Diskussionen.

„Ich halte nichts von einer Impfpflicht und halte auch nichts davon, auf Menschen indirekt Druck zu machen, dass sie sich impfen lassen sollen“, sagte Armin Laschet im ZDF-Sommerinterview.

Er lehne ab, dass Ungeimpfte nicht dieselben Freiheiten haben sollen wie Geimpfte. Freiheitsrechte seien für alle gleich, wenn man keine Impfpflicht in der Coronakrise wolle.

Stattdessen will Armin Laschet die Menschen überzeugen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Denn, das sieht auch der NRW-Ministerpräsident ein, eine hohe Impfquote sei ein Erfolgsgarant gegen die Corona-Pandemie.

NRW: Impfpflicht – Armin Laschet will Menschen von Corona-Impfung überzeugen

Statt auf eine Impfpflicht solle man in Deutschland auf Freiwilligkeit bauen und mit Anreizen arbeiten. Das sei aus Armin Laschets Sicht beispielsweise mit unbürokratischen Impfangeboten im Rahmen von Sport- und Kulturveranstaltungen möglich. Das Ziel sei weiter die Herdenimmunität.

Kanzleramtschef Helge Braun sprach über eine mögliche Impfpflicht.

Parteikollege und Kanzleramtsminister Helge Braun hatte für den Herbst angekündigt, dass es Freiheitseinschränkungen für Ungeimpfte im Herbst geben könne*. Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist generell, wie der Spiegel berichtet, für mehr Freiheiten für Geimpfte.

Beim Thema Klimawandel bleibt Armin Laschet vage. Der NRW-Ministerpräsident hat für seinen Zick-Zack-Kurs während und nach der Unwetter-Katastrophe* viel Kritik einstecken müssen. Der Lacher während der Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier* täte ihm leid.

NRW: Armin Laschet spricht im ZDF-Sommerinterview über den Klimawandel und die Unwetter

Armin Laschet* gab im ZDF-Interview Versäumnisse der vergangenen 16 Jahre zu, betonte aber auch gleichermaßen, dass die Union nicht alleine in der Verantwortung gestanden habe.

Der NRW-Ministerpräsident* lehnt den Vorschlag von CSU-Politiker Markus Söder, einen früheren Kohleausstieg zu forcieren, ab. Es würde aus sozialen und ökologischen Gründen beim Jahr 2038 bleiben.

Politik, so Armin Laschet, müsse verlässlich bleiben. Allerdings glaube er persönlich, dass man den Ausstieg auch schneller hinbekommen könne. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Marius Becker/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare