Hunderte Menschen bei Ostermärschen in NRW

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Die Anti-Atom-Demo war der Auftakt für die Ostermärsche

DÜSSELDORF - Viele Tausend Teilnehmer sind es längst nicht mehr - doch Hunderte halten tapfer durch: Mit Aktionen in mehreren NRW-Städten hat die Ostermarschbewegung sich für eine friedlichere Welt eingesetzt.

Für Frieden und gegen Rüstungsexporte sind an Ostern in Nordrhein-Westfalen hunderte Menschen auf die Straße gegangen. Die traditionsreiche Ostermarschbewegung habe damit ähnlich viele Teilnehmer mobilisiert wie in den vergangenen Jahren, sagte Joachim Schramm, Landesgeschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft in Nordrhein-Westfalen.

Viele Menschen hätten sich besorgt über die Eskalation im Ukraine-Konflikt gezeigt. In Reden und auf Transparenten prangerten sie darüber hinaus deutsche Rüstungsexporte an. "Eine Forderung, die die Bewegung schon seit Jahrzehnten antreibt, ist die Ächtung von Atomwaffen", so Schramm. In den vergangenen drei Tagen hatten die Kundgebungen und Aktionen nach Veranstalterangaben bis zu 600 Menschen pro Tag angezogen.

Bereits am Samstag waren Hunderte mit bunten Friedensfahnen durch die Innenstädte von Duisburg und Düsseldorf gezogen. Am zweiten Tag radelte eine Gruppe von Essen nach Bochum. Zu Fuß ging es von dort für rund 150 Teilnehmer am Montag weiter nach Dortmund. Die Ostermarschbewegung hat ihre Wurzeln im Protest gegen das atomare Wettrüsten während des Kalten Krieges. In der alten Bundesrepublik erlebte sie 1968 und 1983 ihre Höhepunkte. Nach dem Ende des Ostblocks und der Wiedervereinigung ging die Teilnehmerzahl weiter zurück.

dpa

Quelle: wa.de

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