Polizei-Hunde sind immer öfter im Einsatz

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Leichen- und Blutspürhund Jack bei der Arbeit.

DÜSSELDORF - Kommissar Rex und seine Kollegen sind vielbeschäftigte Vierbeiner: Unter den 331 Tieren im NRW-Polizeidienst sind aktuell sechs Teams, die als so genannte Mantrailing-Hunde im vergangenen Jahr 250 Mal zur Gefahrenabwehr eingesetzt wurden.

Von Robert Vornholt

Weitere acht Hunde und deren Führer wurden im vergangenen Jahr 613 Mal von jeweils vier Privatpersonen und Organisationen zur Unterstützung angefordert, erläutert Innenministeriumssprecher Wolfgang Beus.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Jens Kamieth hatte Hintergründe zum Diensthundeeinsatz erbeten.

Neben den Mantrailing-Hunden, deren Einsatz von der Landesleitstelle der Polizei koordiniert wird, sind zehn Leichenspürhunde, die auch als Flächensuchhunde eingesetzt werden können, sowie Spezialisten für die Suche nach Sprengstoff (42 Tiere) und Drogen (124) im Landesdienst.

Außerdem sind 43 Personenspürhunde in NRW unterwegs. Der Einsatz der Suchhunde ist stark steigend: Während die Mitarbeiter der Polizei 2011 insgesamt 107 Mal im Einsatz waren, mussten sie im laufenden Jahr bis Ende Juni bereits in 173 Fällen ausrücken.

Mantrailing-Hunde, die dem Individualgeruch eines bestimmten Menschen folgen, werden in NRW zentral beim Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) vorgehalten.

Nur in Fällen, in denen auch in anderen Ländern keine entsprechenden Hunde verfügbar sind, wird auf Privatpersonen mit ihren privat geführten Mantrailing-Hunden beziehungsweise Hilfsorganisationen zurückgegriffen, die auf einer für diese Fälle erstellten Liste bei der Landesleitstelle erfasst sind.

Aktuell befinden sich auf dieser Liste neben Privatpersonen auch zwei Hilfsorganisationen (Arbeiter-Samariter-Bund und Rettungshundestaffel Ahrtal). Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) NRW hat sowohl mit den Hilfsorganisationen als auch mit den privaten Mantrailing-Hundeführern Verträge über deren Einsatz abgeschlossen.

Quelle: wa.de

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