150 Einsatzkräfte, 40 Schauspieler

Hubschrauber-Absturz am Airport: Übung am "DTM"

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Der Flughafen Dortmund aus der Luft.

DORTMUND - Am Dortmunder Airport - international als "DTM" bekannt - wird am kommenden Samstag, 8. November, in einer Großübung der Absturz eines Hubschraubers simuliert, der mit seinem Heckrotor ein Kleinflugzeug trifft. 150 Einsatzkräfte werden ebenso dabei sein wie 40 Schauspieler. Das Szenario soll möglichst realistisch sein.

In einer großangelegten Flugunfallübung proben rund 150 Einsatzkräfte am kommenden Samstag, 8. November, am Dortmund Airport den Ernstfall.

Gut zu wissen

Die Flugunfallübung am Dortmund Airport findet am Samstag, 8. November 2014, zwischen 9 und 15 Uhr im Sicherheitsbereich des Flughafens statt - und zwar am sogenannten GAT (General Aviation Terminal), wo der Geschäfts-, Privat- und Sportverkehr abgewickelt wird. 

Von der Besucherterrasse des Flughafens aus ist die Übung deshalb nicht zu verfolgen. Schaulustige werden also nichts oder nur sehr wenig vom Szenario mitbekommen, weil die Übung verständlicherweise den regulären Flugbetrieb am Terminal nicht stören darf. - ecke

Flughafenfeuerwehr, Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Dortmund, Feuerwehr der Stadt Unna und die Dortmunder Polizei üben dann gemeinsam mit dem Krisenstab des Flughafens und dem Spezialteam für die psychosoziale Betreuung von Überlebenden und Angehörigen.

Über 40 Schauspieler, echte Flugzeug- und Hubschrauberrümpfe sowie ein ausrangierter Linienbus sorgen für möglichst realitätsnahe Bedingungen. Dabei macht es das Übungsszenario für die Teilnehmer nicht leicht.

Denn simuliert wird der Absturz eines Hubschraubers, der beim Aufprall mit seinem Heckrotor ein vorbeirollendes Kleinflugzeug trifft. Die Piloten und Passagiere sind verletzt, einige davon schwer. Erschwerend hinzu kommen wird, dass ein vorbeifahrender, vollbesetzter Bus mit Passagieren einer Linienmaschine im nachgestellten Szenario von Trümmerteilen getroffen wurde.

„Als internationaler Verkehrsflughafen möchten wir auf den Ernstfall, der hoffentlich nie eintritt, vorbereitet sein, egal ob in Dortmund oder sonst wo in Europa einer unserer Flüge in ein Unglück verwickelt ist. Die von der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) vorgeschriebenen Notfallübungen sind ein Garant für maximale Sicherheit im Schadensfall“, erklärte Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager.

Mit den Übungen wollen die Beteiligten die Notfallplanung überprüfen und eventuelle Schwachstellen erkennen und beseitigen. „Unser Ziel ist, die vorgeschriebenen internationalen Sicherheitsbestimmungen zu erfüllen oder gar zu übertreffen und dabei eine möglichst kompetente psychosoziale und menschliche Betreuung für alle Beteiligten zu gewährleisten“, so Mager.

Die Übung findet am Samstag im laufenden Betrieb statt.

Besonders wichtig ist den Beteiligten dabei eine reibungslose Zusammenarbeit. „Im Ernstfall müssen wir schnell und effizient helfen können. Innerhalb von gerade einmal 180 Sekunden kann die Flughafenfeuerwehr an jedem Punkt auf dem Flughafengelände vor Ort sein. Doch eine Lage ist nur dann unter Kontrolle zu bekommen, wenn die nachrückenden Kräfte intelligent eingebunden werden, die Führung im Hintergrund funktioniert und alle Hand in Hand arbeiten“, beschreibt Rüdiger Schulz, Chef der Flughafenfeuerwehr.

Um dieses Ziel zu erreichen und im Ernstfall Fehler zu vermeiden, werde im Anschluss an die Übung gemeinsam analysiert, wo Optimierungspotenzial besteht.

Auch für die Polizei Dortmund ist die Sicherheit am Flughafen Dortmund ein bedeutendes Thema. „Bei der Bewältigung von Flugzeugunfällen müssen Polizei, Feuerwehr und andere Behörden eng und koordiniert mit dem Flughafen zusammenwirken – dies gelingt am Besten, wenn es realistisch geübt wird“, so Polizeidirektor Andreas Wien, Leiter des Ständigen Stabes beim Polizeipräsidium Dortmund. - eB

Quelle: wa.de

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