15 Verdachtsfälle

Höfe mit hochgiftigem Maisfutter beliefert

[Update: 13:40 Uhr] DÜSSELDORF - Neuer Lebensmittel-Schock: Über verseuchten Futtermais könnten giftige Schimmelpilze in Milch gelandet sein. 15 Höfe in NRW sollen belastetes Futter bekommen haben.

Mit hochgiftigen Schimmelpilzen belasteter Mais aus Serbien ist in Tierfutter für 15 Höfe in Nordrhein-Westfalen gelandet. Außerdem habe ein Mischfutterhersteller knapp über 1000 Tonnen des verseuchten Maisfutters bezogen, von denen 200 Tonnen bereits verarbeitet wurden, wie ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministeriums am Freitag sagte. Auch die Kunden dieses Herstellers könnten betroffen sein.

An den 15 Höfen in den Kreisen Lippe, Minden-Lübbecke und Steinfurt werde nun überprüft, ob das betroffene Futter etwa an Milchkühe verfüttert worden sei. "Es ist nicht auszuschließen, dass Milch auch schon zu Molkereien gelangt ist", sagte der Ministeriumssprecher. Ob ausschließlich Milchbetriebe betroffen seien, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen.

Insgesamt waren 45 000 Tonnen verseuchten Maisfutters aus Serbien nach Deutschland importiert worden. Davon kamen 10 000 Tonnen über niedersächsische Futtermittelhersteller in Umlauf. Sie verarbeiteten ihn zu Futter für Schweine, Rinder und Geflügel. Der größte Teil des Futters gelangte an mehr als 3500 Höfe in Niedersachsen.

Bei dem Mais sei der zulässige Höchstwert des Schimmelpilzgiftes von 0,02 Milligramm pro Kilo um mehr als das Zehnfache überschritten worden, berichtete das niedersächsische Landwirtschaftsministerium. Schon geringe Überschreitungen der Höchstmenge könnten zum Beispiel zu einer kritischen Belastung von Rohmilch führen. Wenn Molkereien die Milch von verschiedenen Höfen abholen, wird sie den Angaben zufolge vermischt. - lnw

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare