Wagen prallte vor eine Mauer

Familie verunglückt auf Rückweg von Hochzeit - Polizei bestätigt zweites Todesopfer

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Bei einem tragischen Unfall in Bielefeld ist in der Nacht zum Montag ein 16-jähriger Lüdenscheider ums Leben gekommen. Der Junge war offenbar mit seiner Familie auf dem Rückweg von einer kurdischen Hochzeit. Ein zweites Unfallopfer erlag am Montag seinen lebensgefährlichen Verletzungen. 

Update 14.43 Uhr: Die Polizei in Bielefeld bestätigt ein zweites Todesopfer des dramatischen Unfall. Dabei handelt es sich um einen 16-jährigen Junge aus Bergisch Gladbach. Er erlag am Montag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Ein 16-Jähriger aus Lüdenscheid war in der Nacht am Unfallort gestorben. 

Eine 25-jährige Beifahrerin schwebt weiterhin in Lebensgefahr. 

Eine Polizeisprecherin bestätigte zudem, dass ein weiteres Fahrzeug, das zur Hochzeitsgesellschaft gehörte, nur kurz nach dem Unfall am Unglücksort eintraf. Laut Mindener Tageblatt wurde zur Betreuung der schockierten Augenzeugen eine Einheit der Schnelleinsatzgruppe mit ehrenamtlichen Sanitätern eingesetzt. Die Hilfskräfte verdeckten die Autoscheiben mit Rettungsdecken, damit die Kinder die Bilder von der Unfallstelle nicht sehen, schreibt das Tageblatt. 

Erstmeldung: Nach den bisherigen Erkenntnissen der Bielefelder Polizei fuhr der Opel Zafira mit sieben Insassen gegen 23.32 Uhr auf der Detmolder Straße stadtauswärts. Auf Höhe der Teutoburger Straße kam der 35-jährige Fahrer aus Bielefeld nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen eine Mauer.

Der Jugendliche starb. Drei weitere Kinder im Alter von 13 bis 16 Jahren sowie drei Erwachsene, darunter die Eltern des 16-Jährigen, wurden teils lebensgefährlich verletzt.

Woher die Unfallopfer kamen, ist noch unklar. Der 35-jährige Fahrer wohnte in Bielefeld, die übrigen Insassen sind auch in anderen Kommunen gemeldet, sagte eine Polizeisprecherin. Die genauen Orte wollte sie noch nicht nennen, da noch nicht alle Angehörigen erreicht worden seien. Der tödlich verletzte 16-Jährige ist nach Polizeiangaben der einzige Insasse, der in Lüdenscheid gemeldet war.

Die Unfallursache ist noch nicht geklärt. Fest stehe, dass es sich bei den Insassen um eine Familie handele, sagte ein Polizeisprecher.

Weitere Hochzeitsgäste an der Unfallstelle

Die Polizei gehe nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass kein weiteres Auto an dem Unfall beteiligt war. Es sei auch kein Hochzeitskorso gewesen. Die Nachricht von dem Unglück verbreitete sich schnell. Nach und nach trafen weitere Hochzeitsgäste an der Unglücksstelle sowie später im Krankenhaus ein, sagte eine Polizeisprecherin.

Womöglich habe die Nässe auf der Fahrbahn zu dem Unfall geführt. "Es hat den ganzen Tag geregnet." Ob der 35 Jahre alte Fahrer zu schnell gefahren war, müssten die Ermittlungen zeigen. "Aber auch dem gehen wir nach", sagte der Sprecher. Die Unfallopfer - soweit sie vernehmungsfähig sind - sollen zum Unfallhergang befragt werden. Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei in Bielefeld zu melden.

Sachverständiger ermittelt

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld wurde, wie bei tödlichen Verkehrsunfällen üblich, eingeschaltet. Ein Sachverständiger ermittelt zur Unfallursache. Die Beweissicherung wurde am Montagvormittag auf der Detmolder Straße fortgesetzt.

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 20.000 Euro. - eB/jiz/dpa

Quelle: wa.de

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