Winter macht den Blumenhändlern zu schaffen

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Noch ist es vielen zu kalt, um Garten und Balkon für den Frühling herzurichten.

Düsseldorf - Der Hobby-Gärtner ist ein Schön-Wetter-Gärtner. Deshalb leiden derzeit viele Gärtnereien unter dem Frost - auch wenn es in NRW längst nicht so kalt ist wie anderswo.

Während der Blumenverkauf in vielen Gärtnereien wegen der anhaltenden Eiseskälte nur schleppend anläuft, steht NRW besser da als andere Bundesländer. "Zwar rechnen wir auch in NRW mit Einbußen", sagte eine Sprecherin des Zentralverbands Gartenbau (ZVG) in Berlin. "Aber stabile Tagestemperaturen und weniger Frost haben dazu geführt, dass der Absatz nicht so stark eingebrochen ist wie in anderen Regionen."

Trotzdem hinterlässt das bislang eisige Frühjahr auch in NRW seine Spuren: Weil sie in den Gewächshäusern Platz für die nachrückenden Sommerpflanzen brauchen, müssen Gärtner schon ausgereifte Pflanzen entsorgen. "So schade das auch ist, aber viele Pflanzen werden in Biogasanlagen landen", sagte die Sprecherin.

Im Gartenbaubetrieb Schulte-Ortbeck im niederrheinischen Voerde etwa ist die Lage angespannt: "Ich kann mich in meiner Laufbahn an nichts Vergleichbares erinnern", sagte Besitzer Christoph Schulte-Ortbeck der Nachrichtenagentur dpa.

Er hat sich auf Frühjahrsblüher spezialisiert, doch die haben bei Kunden derzeit einen schweren Stand. Primeln und Blumenzwiebeln könnten zwar jetzt schon gepflanzt werden. "Den Leuten fehlt bei dem Wetter aber der Antrieb", sagte die ZVG-Sprecherin.

"Niemand ist in Frühlingsstimmung", sagte auch Schulte-Ortbeck. Mehr als die Hälfte seiner Pflanzen kann er nicht mehr verkaufen. "Das erste Quartal werden wir nicht mehr auffangen können." Zu den geringen Absatzzahlen kämen durch den langen Winter höhere Heizkosten. - dpa

Quelle: wa.de

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