Rettungskräften verteilen Getränke nach schwerem Unfall

Hitze-Stau auf der A44: Diese Verhaltens-Tipps geben Polizei und ADAC

Nach dem Lkw-Unfall staute sich der Verkehr auf mehrere Kilometer. Einige Autofahrer hielten es in ihren Fahrzeugen nicht mehr aus. 

Bielefeld/Paderborn - Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A44 wurden am Dienstag zwei Lkw-Fahrer schwer verletzt. Autofahrer im Stau wurden mit Getränken versorgt, manche von ihnen liefen in die Rettungsgasse. Was Polizei und ADAC Autofahrern raten, die bei dieser Hitze im Stau feststecken.

Am Dienstag standen Autofahrer auf der A44 stundenlang im Stau - und das bei dieser Hitze! Ein Lkw-Fahrer aus Ungarn war mit seinem Sattelzug kurz vor dem Autobahnkreuz Bad Wünnenberg-Haaren in ein Stauende gekracht. Er und ein weiterer Lkw-Fahrer kamen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Mitarbeiter des Roten Kreuzes waren neben Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst zur Unfallstelle gekommen: Sie verteilten bei der sommerlichen Hitze Getränke unter den Autofahrern im etwa zehn Kilometer langen Stau. Einige Autofahrer waren wegen der hohen Temperaturen aus ihren Fahrzeugen ausgestiegen, einige machten einen Spaziergang durch die Rettungsgasse. Das ist mit einer hohen Gefahr verbunden.

Es kann immer jemand von hinten kommen

"Auch in einem Stau ist es auf der Autobahn immer gefährlich, auszusteigen", sagt Nina Vogt, Pressesprecherin der Autobahnpolizei Dortmund. Wenn es unerlässlich sei, sollte ein Platz hinter der Leitplanke gewählt werden. "Die Rettungsgasse wird von Rettungs- und Bergungsfahrzeugen genutzt. Es kann zu jedem Zeitpunkt sein, dass von hinten jemand kommt. Daher sollten Personen auf keinen Fall in der Rettungsgasse herumlaufen oder stehen!"

Bei dem Lkw-Unfall am Dienstag wurden zwei Männer schwer verletzt. 

ADAC-Pressesprecher Thomas Müther sagt dazu: "Laut Straßenverkehrsordnung ist es im Stau nicht erlaubt, auf der Autobahn aus dem Auto auszusteigen." Die Fahrbahn betreten dürfe nur, wer einen Unfall oder eine Panne absichern will. Ein Verstoß werde mit einem Verwarnungsgeld von zehn Euro geahndet. "Steht der Verkehr bei einer Vollsperrung allerdings für längere Zeit still, liegt es im Ermessen der Polizei, ob sie ein Auge zudrückt, wenn sich Autofahrer kurz die Beine vertreten. Dabei dürfen Rettungskräfte nicht behindert werden. Zudem sollte man in der Nähe des Fahrzeugs bleiben, um zügig weiterfahren zu können, wenn sich der Stau auflöst."

Immer ausreichend Getränke an Bord haben

Sowohl Polizei, als auch der ADAC betonen, dass Autofahrer sich vor Beginn der Fahrt mit Getränken - im Idealfall in einer Kühlbox - ausstatten sollten. Außerdem sollte der Tank voll genug sein. "Wenn Kinder an Bord sind, könnten zudem Spiele oder Bücher für Ablenkung sorgen", sagt Polizeisprecherin Vogt.

Diese Tipps gibt der ADAC gegen die Sommerhitze

Die Polizei habe stets im Hinterkopf, den Verkehr möglichst schnell wieder laufen zu lassen: Die höchste Priorität hätten zunächst natürlich die Unfallopfer. Sobald wie möglich versuche man jedoch, zumindest eine Fahrspur wieder freizugeben oder den Verkehr durch den Einsatz weiterer Polizisten entgegen der Fahrtrichtung von der Autobahn abzuleiten. 

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