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Gefahr für Hunde im Hennesee: Zwei Tiere sterben an Vergiftung - Warnung

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Von: Kristina Köller

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Zwei Hunde sind nach einem Bad im Hennesee gestorben. Sie erlitten vermutlich eine Vergiftung mit Cyanobakterien, sprich Blaualgen. Der Hochsauerlandkreis warnt.

Meschede - Der Hochsauerlandkreis warnt Hundehalter: Sie sollten ihre Vierbeiner aktuell nicht in den Hennesee (Meschede, NRW) lassen. Grund sei der Verdacht auf eine Verunreinigung durch sogenannte Cyanobakterien, umgangssprachlich Blaualgen, die sich aufgrund anhaltender Hitze und fehlender Niederschläge vermehren. Der Kreis sprach seine Warnung am Freitag in einer Pressemitteilung aus.

TalsperreHennesee
KreisHochsauerlandkreis
GrößeLänge: sechs Kilometer, Breite: 1000 Meter
Maximale Wassertiefe51 Meter

Hennesee: Verdacht auf Blaualgen - Gefahr für Hunde

Für Menschen bestünden nach Einschätzung des Gesundheitsamtes aktuell keine Gesundheitsgefahren beim Baden an den Badestellen des Hennesees.

„Indes sind bei Hunden zwei Fälle bekannt, bei denen Symptome einer Blaualgenvergiftung nachgewiesen worden sind. Schon geringste Konzentrationen stellen für Hunde im Gegensatz zum Menschen eine Gefahr dar. Die Haustiere konnten trotz veterinärmedizinischer Behandlung nicht gerettet werden“, so die tragische Nachricht.

Trügerische Idylle? Die Hennetalsperre bei feinstem Sommerwetter. Für Hunde lauert im Wasser allerdings Gefahr.
Trügerische Idylle? Die Hennetalsperre bei feinstem Sommerwetter. Für Hunde lauert im Wasser allerdings Gefahr. © Stefanie Schümmer

Blaualgen im Hennesee: Hunde nicht baden lassen

Um die Gesundheit der Tiere zu schützen, erinnern das Gesundheitsamt, das Veterinäramt sowie der Ruhrverband Hundehalter daran, dass für Hunde am Hennesee ohnehin eine Anleinpflicht besteht, heißt es weiter.

Wie Britta Balt, Sprecherin des Ruhrverbandes, auf Anfrage unserer Redaktion betonte, sei es grundsätzlich nicht erlaubt, Tiere in den Talsperren des Ruhrverbandes schwimmen zu lassen. Insofern solle die Gefahr für Hunde eigentlich gar nicht gegeben sein.

Grundsätzlich bestehe bei den aktuellen Wetterverhältnissen immer die Gefahr, dass sich in Talsperren Blaualgen bilden, wenn das Wasser für längere Zeit stehe und Sonneneinstrahlung ausgesetzt sei.

Blaualgen im Hennesee: Proben bisher unauffällig

Der Hochsauerlandkreis teilte in seiner Pressemitteilung aber auch mit, dass die regelmäßig veranlasste Probe der Wasserqualität durch das Gesundheitsamt im Hinblick auf Cyanobakterien in der vergangenen Woche unauffällig gewesen sei. Anlassbezogen würden jetzt aber weitere Proben und Analysen veranlasst. Deren Ergebnisse werde der Hochsauerlandkreis zeitnah mitteilen.

Auch laut Ruhrverband waren dessen bisherige Proben unauffällig.

Badeseen sind im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel. Doch wo ist der nächstgelegene in NRW? Und wie weit muss ich fahren? Eine interaktive Karte hilft.

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