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Hendrik Wüst ist neuer NRW-Ministerpräsident - Das hat er jetzt vor

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Nordrhein-Westfalen hat einen neuen Ministerpräsidenten. Hendrik Wüst löst Armin Laschet ab. Das Ergebnis der Wahl im Landtag war knapp.

Düsseldorf - Nordrhein-Westfalen hat einen neuen Ministerpräsidenten: Hendrik Wüst* (CDU) wurde in Düsseldorf zum Nachfolger von Armin Laschet* gewählt. Dieses Amt möchte Wüst auch nach der Landtagswahl 2022* innehaben. Das wird wohl schwieriger werden als die Wahl in der Sondersitzung des Landtags am Mittwoch.

NameHendrik Wüst
Geboren19. Juli 1975, Rhede
ParteiChristlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

Hendrik Wüst ist neuer NRW-Ministerpräsident

Der bisherige Landesverkehrsminister Hendrik Wüst wurde am Mittwoch (27. Oktober) gleich im ersten Wahlgang mit 103 Ja-Stimmen zum Nachfolger von Armin Laschet gewählt. Wüst übertraf damit bei der geheimen Abstimmung die notwendige Mehrheit von 100 Stimmen.

Die Abstimmung war mit Spannung erwartet worden, da die CDU/FDP-Koalition im NRW-Landtag nur eine Stimme Mehrheit hat. Insgesamt hat der Landtag 199 Abgeordnete. 197 beteiligten sich an der Wahl, es gab drei Enthaltungen und eine Stimme war ungültig, wie Landtagspräsident André Kuper berichtete. 90 Abgeordnete stimmten mit Nein. Hendrik Wüst wurde direkt nach seiner Wahl im Landtag als Ministerpräsident vereidigt.

Der Hendrik Wüst (CDU) hat für Mittwoch (3.11.) eine Regierungserklärung angekündigt. Wichtigste Zukunftsaufgaben seien Klimaschutz und Bewahrung der Schöpfung, unterstrich Wüst in seiner Dankesrede im Landtag. Ziel sei darüber hinaus ein lebenswertes Land mit guter Zukunft, schnellem Internet, einer funktionierenden Verwaltung, guten Arbeitsplätzen, Bildungschancen und Sicherheit.

Hendrik Wüst: Nachfolger von Armin Laschet in NRW

Der Wechsel an der Regierungsspitze erfolgt knapp sieben Monate vor der Landtagswahl in NRW. Armin Laschet, bei der Bundestagswahl Kanzlerkandidat der Union, ist seit Dienstag Bundestagsabgeordneter. Der 60-Jährige hatte eine Rückkehr nach NRW - unabhängig vom Ausgang der Bundestagswahl - ausgeschlossen. Am Samstag war Wüst bereits bei einem Parteitag zum neuen CDU-Landesvorsitzenden gewählt worden. Auch in diesem Amt folgt er Laschet nach.

Sondersitzung des Landtags von Nordrhein-Westfalen
Armin Laschet (l, CDU), bisheriger Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, gratuliert seinem Nachfolger Hendrik Wüst. © Rolf Vennenbernd/dpa

Vor der Abstimmung war Laschet im NRW-Landtag offiziell verabschiedet worden. Laut Landesverfassung kann ein Mitglied der Landesregierung nicht gleichzeitig Mitglied des Bundestages sein. Als Landtagsabgeordneter durfte Laschet seinen Nachfolger Hendrik Wüst aber noch mitwählen. Der CDU-Bundesvorsitzende wird aber wohl nur kurze Zeit gleichzeitig Abgeordneter im Landtag und im Bundestag sein.

Laschet hatte Hendrik Wüst vor wenige Wochen als Macher gelobt, der als Verkehrsminister eine „kluge und vorausschauende Politik“ betreibe. Dass mit Wüst ein Westfale CDU-Chef werden soll, sei „ein gutes Signal, dass das Land eng zusammen gewachsen ist“, so Laschet. Auch den CDU-Ministern Herbert Reul und Ina Scharrenbach waren Ambitionen nachgesagt worden. Sie hätten jedoch nicht jetzt schon die Laschet-Nachfolge antreten können.

Hendrik Wüst: Vater mit junger Tochter

Hendrik Wüst ist 46 Jahre alt, verheiratet und Vater einer kleinen Tochter. Seine Heimatstadt ist Rhede im Kreis Borken. 1990 gründete er dort den lokalen Stadtverband der Jungen Union. Später war er Landeschef der CDU-Nachwuchsorganisation. Der zugelassene Rechtsanwalt ist katholisch und geht in seiner Freizeit auf die Jagd. Er ist Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion. (mit dpa-Material) *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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