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Explosion in Hemer: So ist der Stand der Ermittlungen - Mann weiter in Lebensgefahr

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Von: Kristina Köller, Markus Klümper, Daniel Großert

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Nach einer Explosion in Hemer, bei der zwei Menschen ums Leben kamen, laufen die Ermittlungen weiter. Ein Mann schwebt weiter in Lebensgefahr.

Update vom 5. August, 11 Uhr: Die Polizei hat sich am Freitag zum aktuellen Stand der Ermittlungen zur Explosion in Hemer geäußert. Demnach suchen Sachverständige und Kripo-Beamte „ununterbrochen“ weiter nach der Ursache des Unglücks, das im Juli zwei Menschen das Leben gekostet hatte. „Neben der Vernehmung weiterer Zeugen, werden die am Unglücksort gesicherten Spuren ausgewertet. Ein Ermittlungsergebnis liegt bisher noch nicht vor“, teilte die Polizei mit.

Ein 36-jähriger Mann, den Einsatzkräfte aus den Trümmern des Hauses geborgen hatten, schwebt laut Polizei auch fast einen Monat nach der Explosion in Hemer weiterhin in Lebensgefahr. „Zuletzt waren bezüglich seines gesundheitlichen Zustandes falsche Gerüchte aufgekommen. Die Polizei bittet, von solchen Spekulationen Abstand zu nehmen“, heißt es.

Haus explodiert in Hemer: Zweites Todesopfer nach Gasexplosion

Update vom 14. Juli, 12.01 Uhr: Die Gasexplosion in Hemer hat ein zweites Todesopfer gefordert. Eine 32-jährige Frau konnte zunächst aus dem zerstörten Haus gerettet werden. Jetzt erlag sie jedoch ihren Verletzungen. Der 36-jährige Mann, der ebenfalls geborgen wurde, schwebt immer noch in Lebensgefahr.

Wie es zu der Explosion kam, ist immer noch nicht bekannt. Die Polizei des Märkischen Kreises und die Staatsanwaltschaft Hagen verneinen Gerüchte, dass ein Flüssiggastank vor dem Haus am selben Tag oder kurz zuvor befüllt worden sein. Nach derzeitigem Ermittlungsstand liege die letzte Befüllung bereits einige Monate zurück.

Explosion in Wohnhaus in Hemer - zweites Todesopfer

Update vom 11. Juli, 12.21 Uhr: Das Trümmerfeld konnte von den Ermittlern noch immer nicht genau durchsucht werden. Morgen sollen die Trümmer Schicht für Schicht abgetragen werden, sagte ein Polizeisprecher gegenüber dpa. Heute will die Kriminalpolizei Spuren auswerten und Zeugen befragen.

Die Ursache ist weiterhin unklar. Die Ermittler gehen von einer Gasexplosion aus, es gebe aktuell keine Hinweise auf Fremdverschulden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt „wegen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion“ gegen Unbekannt. Das sei in einem solchen Fall ein normaler Vorgang, so der Polizeisprecher.

Insgesamt wurden sieben Menschen bei der Explosion verletzt: Eine 57-Jährige starb, eine 32 Jahre alte Frau und ein 36 Jahre alter Mann schweben in Lebensgefahr. Zwei weitere Bewohner wurden leicht verletzt, zudem trafen die herumfliegenden Trümmerteile zwei Passanten.

Haus explodiert in Hemer: Polizei ermittelt wegen Gasexplosion

Update vom 10. Juli, 12.58 Uhr: Nach der Explosion eines Mehrfamilienhauses in Hemer am Freitagabend, bei der eine 57-jährige Frau verstorben war, schweben die 32-jährige Frau und der 36-jährige Mann, die aus den Trümmern gerettet werden konnten, weiterhin in Lebensgefahr. Das teilte die Polizei des Märkischen Kreises am Sonntagmittag mit. Die Klärung der Ursache werde mit der Unterstützung von Sachverständigen offenbar noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Update vom 10. Juli, 9.01 Uhr: Am Freitagabend war eine Frau (57) im Zuge einer Gasexplosion in Hemer ums Leben gekommen. Zwei Tage nach dem Hauseinsturz gehen die Aufräumarbeiten und polizeilichen Ermittlungen weiter. Das Technisches Hilfswerk und die Feuerwehr sind vor Ort, um die Trümmer nach und nach vorsichtig wegräumen. Die Kriminalpolizei des Märkischen Kreises hatte am Samstag die Leitung der Ermittlungen übernommen, nachdem feststand, dass sich keine vermissten Personen mehr unter den Trümmern befinden. Auch die Staatsanwaltschaft Hagen ist in die Untersuchungen involviert.

Update vom 9. Juli, 13:06 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, gelang es mittlerweile, die Identitäten der Personen festzustellen, die aus den Trümmern geborgen wurden. Es handelt sich um Bewohner des eingestürzten Hauses in Hemer. Die beiden Schwerverletzten sind eine 32-jährige Frau und ein 36-jähriger Mann. Die Verstorbene ist 57 Jahre alt.

Zwei Bewohner konnten schwerverletzt aus den Trümmern gerettet werden. Eine Frau starb bei dem Unglück.
Zwei Bewohner konnten schwerverletzt aus den Trümmern gerettet werden. Eine Frau starb bei dem Unglück. © Markus Klümper

NRW-Innenminister Herbert Reul war mittlerweile am Ort des Unglücks, um sich ein eigenes Bild von der Katastrophe zu machen. Laut Bericht der IKZ wurden die Bergungsarbeiten mittlerweile eingestellt.

Update vom 9. Juli, 10.26 Uhr: Es wird nach weiteren Verschütteten gesucht. Das zerstörte Haus wird dafür Schicht für Schicht abgetragen. Laut Informationen der IKZ geht die Feuerwehr derzeit aber nicht davon aus, dass weitere Menschen unter den Trümmern begraben liegen. Zunächst hatten die Rettungshunde angeschlagen. Mittlerweile finden die Tiere aber keine Spur mehr.

Die Identität der Frau, die am Morgen leblos geborgen wurde, steht derzeit noch nicht zweifelsfrei fest. Nach Angaben des WDR besuchen am Vormittag NRW-Innenminister Reul und der Bürgermeister von Hemer, Christian Schweitzer, den Unglücksort.

Update vom 9. Juli, 9.10 Uhr: Die Explosion eines Hauses in Hemer hat nun ein erstes Todesopfer gefordert. Am Samstagmorgen haben die Rettungskräfte eine Frau tot aus den Trümmern geborgen. Das teilte die Polizei mit. Die Retter hatten in der Nacht Kontakt zu der Verschütteten aufnehmen können, der dann aber wieder abriss.

Update vom 9. Juli, 6.25 Uhr: Nach der Explosion eines Hauses in Hemer und dessen Einsturz am Freitagabend konnten in der Nacht ein Mann und eine Frau lebend aus den Trümmern gerettet werden. Beide schweben in Lebensgefahr. Davon berichtet die Polizei am frühen Samstagmorgen. Die Identitäten der beiden seien noch nicht zweifelsfrei geklärt, heißt es weiter.

Rettungskräfte versorgten den Mann und die Frau laut DPA zunächst vor Ort medizinisch und wollten beide anschließend in eine Klinik bringen. Wie der WDR berichtet, gehen die Einsatzkräfte davon aus, dass sich mindestens zwei weitere Personen unter den Trümmern befinden - die Suchmaßnahmen dauern an. Einsatzkräfte hätten zwischenzeitlich Kontakt zu einer Person aufnehmen können. Dieser sei aber wieder abgebrochen.

Explosion in Hemer: Suche nach Verschütteten ein Wettlauf gegen die Zeit

Feuerwehr, THW und Polizei waren die ganze Nacht im Einsatz - in einem Wettlauf gegen die Zeit. Mit schwerem Gerät wie Baggern und Kränen schafften sie Trümmerteile vorsichtig beiseite, um die Vermissten möglichst schnell zu finden.

Nach der Explosion eines Wohnhauses in Hemer sind am späten Freitagabend noch zwei Personen verschüttet. Mit schwerem Gerät werden Trümmer beiseite geschafft.
Nach der Explosion eines Wohnhauses in Hemer waren am Freitagabend noch mindestens drei Personen verschüttet. Mit schwerem Gerät, aber behutsam schafften Einsatzkräfte Trümmer beiseite - in einem Wettlauf gegen die Zeit. © Markus Klümper

Am Freitagabend war die Lage am Unglücksort lange unklar - insbesondere die Zahl der Vermissten und Verletzten. Laut DPA waren es zwei Verletzte, die bereits am Abend geborgen worden. Eines der Opfer befindet sich mit schweren Verletzungen im Krankenhaus, die andere Person ist offenbar nur leicht verletzt worden. Drei der insgesamt acht Hausbewohner seien zum Zeitpunkt des Einsturzes wohl nicht zu Hause gewesen.

Die Polizei hat die Einsatzstelle beschlagnahmt und sichert sie. Die Ermittlungen zur Ursache der Explosion dauern an - bislang wird von einer Gasexplosion ausgegangen. Auch an den Nachbarhäusern sind durch die Detonation die Scheiben zu Bruch gegangen. Ein Statiker muss nun klären, wie viel die Häuser noch abbekommen haben. So lange bleiben sie evakuiert, sagte eine Polizeisprecherin noch in der Nacht

Hemer: Explosion und Einsturz eines Wohnhauses - mehrere Menschen verschüttet

Update, 23.15 Uhr: Hemer - In Hemer-Westig (NRW) ist aus noch ungeklärter Ursache ein Mehrfamilienhaus an der Fichtestraße explodiert und vollständig eingestürzt. Das Ausmaß der Zerstörung ist gewaltig. Nach Angaben der Polizei konnte die Feuerwehr (Stand 22 Uhr) insgesamt vier verletzte Personen im Umfeld des Hauses retten. Eine Person ist demnach schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden, drei Personen sind leicht verletzt.

Die Suche nach Vermissten dauert an. Bild berichtet unter Berufung auf Andreas Schulte, Sprecher der Feuerwehr Hemer, dass die Feuerwehr Kontakt zu den Verschütteten aufgenommen habe, sich die Rettung aber schwierig gestalte.

Hemer: Explosion zerstört Mehrfamilienhaus - Mehrere Menschen verschüttet

Nach Informationen unserer Redaktion befinden sich noch drei Personen unter den Trümmern. Der Iserlohner Kreisanzeiger (IKZ) schreibt, dass Rettungshunde aus Iserlohn und Bochum möglicherweise auch Spuren zu einem vierten Verschütteten aufgenommen hätten, zu dem bislang kein Kontakt bestehe.

Nach Angaben der Feuerwehr wohnten acht Personen in dem Haus, sechs seien dort behördlich gemeldet.

Ein Wohnhaus an der Fichtestraße in Hemer liegt nach der Explosion in Trümmern.
Ein Wohnhaus an der Fichtestraße in Hemer liegt nach der Explosion in Trümmern. © Markus Klümper

Ein Bagger ist im Einsatz, um Material abzutragen. Offenbar gehen die Einsatzkräfte davon aus, dass die Suche noch die ganze Nacht dauern wird.

Die angrenzenden Wohnhäuser wurden laut Polizei evakuiert - und das Einsatzgebiet weiträumig abgesperrt.

Explosion in Hemer: Feuerwehr im Großeinsatz

Die Feuerwehr ist im Großeinsatz - Verstärkung aus dem ganzen Märkischen Kreis eilte zum Unglücksort. Auch das Technische Hilfswerk (THW) wurde alarmiert, denn die gewaltigen Trümmerteile können nur mit schwerem Gerät bewegt werden. Ein Rettungshubschrauber des ADAC landete in Hemer-Westig - und auch die Polizei ist mit starkem Kräfteaufgebot vor Ort.

Trümmer so weit das Auge reicht: Eine Explosion brachte das Mehrfamilienhaus in Hemer-Westig zum Einsturz.
Trümmer so weit das Auge reicht: Eine Explosion brachte das Mehrfamilienhaus in Hemer-Westig zum Einsturz. © Markus Klümper

Besonders dramatisch laut IKZ: Unweit des zerstörten Hauses befinde sich eine Beatmungs-WG mit acht Patienten, die auf künstliche Beatmung angewiesen seien. Deren Gebäude sei durch die Explosion vom Stromnetz getrennt worden. Zurzeit laufen die Beatmungsgeräte dem Bericht zufolge über Akkus. Sollte die Feuerwehr die Stromversorgung nicht zeitnah wieder herstellen können, müssten die Patienten womöglich in Krankenhäuser gebracht werden.

Hemer: Explosion bringt Wohnhaus zum Einsturz

Die genaue Ursache der Explosion ist nach Angaben der Polizei unklar, vermutlich sei es aber eine Gasexplosion gewesen.

Laut Bild könnte nach ersten Erkenntnissen der Polizei ausströmendes Gas die Explosion ausgelöst haben. Demnach trat noch Gas aus, als die Feuerwehr eintraf. Auch von Flammen wurde berichtet.

Explosion in Hemer: Großalarm - Feuerwehr und THW im Einsatz

Erst am Dienstag war die Feuerwehr in Iserlohn im Großeinsatz: Ein Bauernhof in der Ortslage Kesbern brannte nieder - der Schaden ist verheerend.

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