Haushalte mit drei und mehr Personen werden weniger

WESTFALEN - Bis zum Jahr 2030 werden die Menschen in Nordrhein-Westfalen zunehmend in Haushalten mit einer oder zwei Personen wohnen. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten aktuellen Modellrechnung des Statistischen Landesamtes zum demografischen Wandel und seinen Auswirkungen hervor.

Lediglich Münster, Köln, Bonn und Düsseldorf können einen Zuwachs bei den Privathaushalten mit mindestens drei Mitgliedern erwarten. Insgesamt sinkt die Anzahl der größeren Haushalte im Zeitraum von 2010 bis 2030 NRW-weit um 13 Prozent.

Stattdessen nehmen die Single- oder Doppelhaushalte um 4 Prozent im selben Zeitraum zu. Den größten Anstieg wird es in Hamm geben, wo die Anzahl der kleinen Haushalte um 17 Prozent steigt. Schon jetzt wohnen mehr Menschen allein oder zu zweit: Nur 2,2 von 8,6 Millionen Haushalten in Nordrhein-Westfalen bestehen aus drei oder mehr Menschen.

Insgesamt sinkt die Anzahl der Privathaushalte in Nordrhein-Westfalen um 0,5 Prozent bis zum Jahr 2030, im Jahr 2050 werden es mit 8,1 Millionen sogar 6,4 Prozent weniger als 2010 sein. Grund ist der erwartete Bevölkerungsrückgang von derzeit 17,8 auf 17,2 Millionen Einwohner im Jahr 2030.

 Im Jahr 2050 rechnen die Experten mit 15,7 Millionen Einwohnern. Aber auch der wachsende Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung und die Umstellungen des sozialen Verhaltens, zum Beispiel bei Heirat oder Scheidung, verändern die Struktur der Haushalte. - lnw

Quelle: wa.de

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