1,3 Milliarden Euro Investitionen gegen "Langfinger"

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Die Handelsunternehmen haben Ladendieben und organisierten Banden den Kampf angesagt.

Köln - Überwachungskameras, Ladendetektive und Schulungen für Mitarbeiter: Deutschlands Handelsunternehmen geben inzwischen schon rund 1,3 Milliarden Euro jährlich für den Kampf gegen Ladendiebe aus.

Ein neuer Trend ist die Zunahme schwerer Diebstähle und organisierter Überfälle, wie das Kölner Handelsforschungsinstituts EHI in einer am Mittwoch vorgelegten Branchenbefragung festgestellt hat.

5 Milliarden Euro Schaden pro Jahr

Der Gesamtschaden aus Präventionskosten und den rund 3,9 Milliarden Euro an direkten Verlusten durch Inventurdifferenzen belaufe sich auf über 5 Milliarden Euro, so das EHI in der Studie mit 110 Unternehmen und fast 21 000 Standorten. Jede sechste der befragten Firmen habe angekündigt, ihr Sicherheitsbudget 2015 noch aufzustocken.

Seminare für die Mitarbeiter

Ein regelmäßiges Training der Mitarbeiter, Diebstähle von Kunden und Kollegen zu erkennen und anzuzeigen, steht dabei in allen Branchen an der Spitze der Maßnahmen. Hier werde aus Zeitmangel und wegen der Kosten für Seminare allerdings noch immer zu wenig getan, bemängelt das Handelsinstitut. Eine immer größere Rolle spielten außerdem sichtbare Überwachungskameras: Bereits 70 Prozent der Unternehmen nutzten sie - vor allem im Lebensmittelhandel -, und mehr als ein Viertel der Befragten planten eine Ausweitung.

Schutz und Sicherheit steht an erster Stelle

Zunehmend würden Kameras dabei nicht nur im Verkaufsraum, sondern auch im Lager- und Außenbereich sowie auf Zufahrtswegen und Parkflächen montiert, fand das EHI heraus. Damit sollten der Schutz und die Sicherheit von Angestellten und Kunden gegen Angriffe auch außerhalb des Geschäfts verbessert werden.

Quelle: wa.de

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