Keine Einigung in Sicht

Zwei Drittel der Züge bleiben in NRW im Depot

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[Update, 11.35 Uhr] Düsseldorf/Köln - Tag Vier im Lokführerstreit: Wieder bleiben bis zu zwei Drittel aller Züge in Nordrhein-Westfalen im Depot. Auf den Straßen und im Fernbusverkehr hat sich die Lage etwas entspannt. Eine Einigung zwischen GDL und DB ist nicht in Sicht.

Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der Deutschen Bahn ist am Donnerstag auch in Nordrhein-Westfalen fortgesetzt worden. Es ist der vierte von insgesamt sieben angekündigten Streiktagen. Im Personenverkehr federte die Bahn die Folgen des Streiks erneut mit einem Ersatzfahrplan ab. Hier hatte der Ausstand am Dienstag begonnen.

Mehr als 60 Prozent Ausfälle in Köln

Die Auswirkungen des Streiks waren auch am Donnerstag regional wieder unterschiedlich. Während am Kölner Hauptbahnhof laut Live-Auskunft der Bahn mehr als 60 Prozent der Regionalzüge und S-Bahnen ausfielen, waren es am Bielefelder Hauptbahnhof weniger als zehn Prozent.

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Der Grund: In Bielefeld verkehren vergleichsweise viele Privatbahnen, die nicht bestreikt werden. Am Essener Hauptbahnhof kam am Morgen etwa jede zweite S- und Regionalbahn an. Im Fernverkehr fiel in Essen und Köln jede zweite Verbindung aus.

Entspanntere Lage auf den Autobahnen

Die Lage auf den Autobahnen war am Morgen dennoch entspannter als an den Vortagen. "Klar gab es im Berufsverkehr noch Staus, im Vergleich zum ersten Streiktag im Personenverkehr aber deutlich weniger", sagte ein Sprecher von Straßen.NRW.

Fernbusse erneut als Alternative

Viele Reisende wichen erneut auf Fernbusse aus. Nach wie vor verzeichnet das Fernbus-Unternehmen "MeinFernbus Flixbus" nach eigenen Angaben wesentlich mehr Zugriffe als gewöhnlich. In NRW seien vor allem die Strecken Köln-Siegen und Köln-Münster überdurchschnittlich stark frequentiert.

Keine Lösung in Sicht

Eine Lösung des Tarifkonflikts war weiterhin nicht in Sicht. GDL-Chef Claus Weselsky hatte am Mittwoch in Köln einen Vorschlag der Bahn-Führung als "PR-Gag" bezeichnet. Die Bahn hatte den früheren Ministerpräsidenten Brandenburgs, Matthias Platzeck (SPD), als Vermittler ins Gespräch gebracht. - dpa

Quelle: wa.de

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