NRW-Innenminister Herbert Reul

Erschreckende neue Erkenntnisse zum geplanten Anschlag auf Synagoge in Hagen

Neue Erkenntnisse zum mutmaßlichen Anschlag auf die Synagoge in Hagen (NRW): Innenminister Herbert Reul äußerte sich im Innenausschuss.

Düsseldorf - Erschreckende Details zum mutmaßlichen Terror-Anschlag auf die Synagoge in Hagen (NRW). Dieser sollte „eine möglichst volle Synagoge treffen“, sagte Landesinnenminister Herbert Reul unter Berufung auf Erkenntnisse der Sicherheitsbehörden.

StadtHagen
Fläche160,4 km²
Einwohner188.687 (31. Dez. 2020)

Mutmaßlicher Anschlag auf Synagoge in Hagen (NRW): Neue Erkenntnisse

Den Informationen zufolge sollte es „an einem hohen jüdischen Feiertag zu einem Anschlag auf die Synagoge in Hagen kommen“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag (23.09.2021) im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags.

„Da das Jom-Kippur-Fest unmittelbar bevorstand, lag es nahe, von einem Anschlagsplan an diesem hohen jüdischen Feiertag auszugehen“, sagte Reul. „Ob der Anschlag am Ende wirklich während dieses Festes - dem heiligsten und feierlichsten Tag des jüdischen Jahres - stattfinden sollte, ist noch nicht ganz sicher.“ Die Ermittler hatten weder Bombenbauteile noch Bombe gefunden. 

Hagen (NRW): Synagoge sollte laut Reul voll besetzt sein

Ein 16-jähriger Syrer soll den Anschlag auf die Synagoge in der Ruhrgebietsstadt vorbereitet haben. Er sitzt deswegen in Untersuchungshaft. Aus ermittlungstaktischen Gründen könne er keine Einzelheiten nennen, sagte Reul. Der Jugendliche habe den Beamten bei seiner Festnahme gesagt, er habe nur sehen wollen, wie man eine Bombe baut, berichtete Reul weiter. 

Festnahmen nach Großeinsatz an Hagener Synagoge - Anschlag vereitelt

Nach dem Polizeieinsatz an der Synagoge in Hagen hat es mehrere Festnahmen gegeben. Ein Jugendlicher soll einen Terror-Anschlag geplant haben.
Nach dem Polizeieinsatz an der Synagoge in Hagen hat es mehrere Festnahmen gegeben. Ein Jugendlicher soll einen Terror-Anschlag geplant haben.
Nach dem Polizeieinsatz an der Synagoge in Hagen hat es mehrere Festnahmen gegeben. Ein Jugendlicher soll einen Terror-Anschlag geplant haben.
Nach dem Polizeieinsatz an der Synagoge in Hagen hat es mehrere Festnahmen gegeben. Ein Jugendlicher soll einen Terror-Anschlag geplant haben.
Festnahmen nach Großeinsatz an Hagener Synagoge - Anschlag vereitelt

Nach dem Tipp eines ausländischen Geheimdienstes war ein Großaufgebot der Polizei am 15. September ausgerückt, um die Synagoge in Hagen zu bewachen. Wenig später war der Jugendliche festgenommen worden. Er selbst hatte bestritten, einen Anschlag geplant zu haben. Sein Verteidiger hat Antrag auf Haftprüfung gestellt.

Eventuell werde das Landeskriminalamt die weiteren Ermittlungen in dem Fall übernehmen, kündigte Reul an. Ein IS-Terrorist soll den Jugendlichen über den Messengerdienst Telegram kontaktiert und instruiert haben. Darin zeige sich ein Muster, denn dies sei schon bei früheren Anschlägen der Fall gewesen. Die Gefahr über das Internet sei „fundamental“, sagte Reul. „Wer da Kontakt zu wem aufbaut, bekommen wir nicht mit.“ (dpa)

Rubriklistenbild: © Markus Klümper/dpa

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