Im falschen Grab beigesetzt

Vertauschte Urnen: Bestatter gerät in Erklärungsnot

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Blomberg - Im Blomberger Prozess um vertauschte Urnen liegt jetzt das Sachverständigen-Gutachten vor. Angeklagt ist in dem Verfahren vor dem Amtsgericht ein 59 Jahre alter Bestatter, der zwei Urnen vertauscht und im jeweils falschen Grab beigesetzt haben soll. Er muss sich wegen Störung der Totenruhe verantworten.

Seinen Fehler hatte er damit erklärt, dass die Etiketten auf den Urnen sich durch starke Sonneneinstrahlung gelöst hätten. Nach Einschätzung des Gutachters sei ein Abfallen der Etiketten durch Sonneneinstrahlung so gut wie ausgeschlossen, hieß es am Mittwoch bei der Staatsanwaltschaft Detmold.

Auch der Leiter des Krematoriums hatte vor Gericht die Darstellung des Angeklagten für unwahrscheinlich gehalten. Die Anklage wirft dem Bestatter vor, er habe mit dem Entfernen der Etiketten seinen Fehler vertuschen wollen. Der Bestatter bestreitet das.

Derzeit ermittle das Gericht die Vermögensverhältnisse des Bestatters, teilte das Landgericht am Mittwoch mit. Dies könne im Hinblick auf eine mögliche Geldstrafe wichtig sein. Darum sei die für den 5. Februar angesetzte Verhandlung gestrichen worden. Wann der Prozess weitergeht, ist noch unklar. - dpa

Quelle: wa.de

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