Wochenmarkt auf dem neuen Platz: Viel Lob, wenig Kritik

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Tobias Syrek findet den neuen Markt „luftiger als früher“.

Meinerzhagen - Am 18. Mai 2018 war Premiere: Der Meinerzhagener Wochenmarkt fand erstmals auf dem neuen Otto-Fuchs-Platz statt. Heute, fünf Monate später, sollten sich Händler und Kunden eigentlich an die neue Umgebung gewöhnt haben.

Was lange währt, wird endlich gut? Sind die Händler zufrieden mit dem runderneuerten Markt? Wir fragten nach.

Der Marienheider Tobias Syrek betreibt zusammen mit seinem Vater Bernd Syrek einen Obst- und Gemüsestand. Er findet den neuen Markt „luftiger als früher“. Und Meinerzhagen könne sich wirklich freuen, einen sehr gut bestückten Wochenmarkt zu haben, fügt er hinzu. Das Publikum habe sich allerdings nicht verändert. Noch sei auch nicht zu beobachten, dass mehr Kunden kommen würden. Er regt an, mit „pfiffigen Ideen“ zu punkten. „Schönes Essen, saisonale Dinge“, könnte er sich vermehrt vorstellen. 

Der Herscheider Markus Spanell ist Sprecher der Markthändler. Auch der Bratwurst-Verkäufer bestätigt: „Die Kundenfrequenz ist nach dem Umzug auf den Otto-Fuchs-Platz etwa gleich geblieben.“ Am Ambiente würden sich allerdings die Geister scheiden, hat er beobachtet. „Man kann aus dem Meinerzhagener Markt nicht mehr machen, als jetzt“, fügt er hinzu. Eines merkt Spanell kritisch an: „Auf dem Parkplatz hinter der Stadthalle wurde die zeitliche Begrenzung beim Parken aufgehoben. Mit der Folge, dass jetzt Dauerparker unseren Kunden die Stellplätze wegnehmen. Das sollte man wieder ändern, zumindest freitags.“ 

Dieser Meinung schließt sich auch Thorsten Hardt aus Meinerzhagen an. Auch Kunden bemängelten die von Dauerparkern besetzten Parkflächen. „Eine Kiersper Kundin hat letzte Woche gesagt, dass sie leider nicht mehr kommen werde, da sie eine halbe Stunde nach einem Parkplatz hätte suchen müssen.“ Mit der neuen Fläche ist Hardt aber ansonsten zufrieden: „Die Optik ist super, alles ist übersichtlich. Davon profitieren alle.“

„Sieht gut aus“, bestätigen auch Anna Dick und Marianne Kriegel vom gleichnamigen Wurstwaren-Stand. Am Anfang hätten die Kunden suchen müssen, wo welcher Händler zu finden sei. „Aber das hat sich eingespielt.“

Thomas Nölling verkauft Eintöpfe und Bratwurst. Und der Meinerzhagener freut sich über den neuen Standort. „Dadurch hat sich die Besucherzahl nicht gerade verdoppelt, aber die Resonanz ist stabiler geworden. Der Platz ist optisch viel schöner, was auch auf das Gesamtbild zutrifft.“ 

Blumen gehen immer – erst recht auf dem neuen Platz. Bernfried Lollert aus Hagen ist froh, seine Pflanzen „nach dreijähriger Durststrecke, auch bedingt durch die Umbauarbeiten“, jetzt auf dem Otto-Fuchs-Platz anbieten zu können. „Vom Allerfeinsten“ sei der Markt. „Edle Pflasterung, edle Lampen. Das ist alles sehr schön geworden. Es ist etwas Gutes entstanden“, lautet sein Fazit.

Noch schöner könnte alles sein, wenn Lkw oder Lieferwagen, die eigentlich nicht während des Verkaufs benötigt würden, nicht unmittelbar hinter den Ständen geparkt würden, merkt Martina Hinz an, die mit ihrem Ehemann Frank einen Käsestand betreibt. „Das macht den Markt optisch nicht gerade attraktiv“, könnte sie sich ein noch schöneres Gesamtbild vorstellen. 

Und wie kommt der Markt auf dem neuen Platz bei den Kunden an? „Alles wirkt locker und sieht schön aus“, lobt Stephan Mischke und Kundin Christine Steiner schließt sich an: „Es ist größer und übersichtlicher, und die Händler sind nett wie immer“, freut sie sich. Besonders mittags seien viele Besucher auf der „Fressmeile“ nahe den Sitzinseln unterwegs, hat Rachel Decker beobachtet. „Schön, dass sich alle nebeneinander positioniert haben.“ Ein Weinstand und eine etwas längere Marktzeit könnte noch eine positive Variante sein. Und auch Eva Oles hat noch einen Wunsch: „Ein Café wäre schön. Hier sind so wunderbare Bänke, die Kinder können spielen, nur etwas zu trinken gibt es leider nicht in unmittelbarer Nähe.“

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