In Gummersbach

Verheerender Waldbrand: Feuerwehr löscht weiter Glutnester - Mann macht Geständnis

Ein Waldbrand in Gummersbach hat am Montagmittag einen Großeinsatz für die Feuerwehr ausgelöst. Jetzt gibt es Neuigkeiten: Ein junger Mann hat bei der Polizei gestanden, für den Brand verantwortlich zu sein.

  • In Gummersbach (Oberbergischer Kreis) ist am Montagmittag (20. April) ein Waldbrand ausgebrochen.
  • Mittlerweile gibt es neue Erkenntnisse zur Ursache.
  • Ein junger Mann hat sich der Polizei gestellt.

Update, 22. April, 11 Uhr: Nach dem großflächigen Waldbrand in Gummersbach und einem mittlerweile zweitägigen Einsatz will die Feuerwehr am Mittwoch letzte Glutnester löschen. Zwischen 80 und 100 Einsatzkräfte sollen dafür vor Ort sein, sagte ein Feuerwehrsprecher des Oberbergischen Kreises. Um an die Glutnester zu gelangen, müsse zunächst verbranntes Holz weggeräumt werden. Das Feuer war am Montagmittag ausgebrochen, etwa 35 Hektar Wald hatten in Flammen gestanden.

Waldbrand in Gummersbach (NRW): Winde entfachen Feuer erneut

Update, 17.33 Uhr: Am Dienstagnachmittag wurde der Waldbrand in Gummersbach durch starke böige Winde neu entfacht und drohte sich auszubreiten, wie die Feuerwehr auf Facebook mitteilte. "Aufgrund des hohen Wasserbedarfs sind mehrere Tanklöschfahrzeuge im Bereich der Einsatzstelle und der Innenstadt unterwegs um die Wasserversorgung sicherzustellen", erklärte die Feuerwehr.

Waldbrand in Gummersbach (NRW): Verdächtiger stellt sich der Polizei

Update, 17.04 Uhr: Nach dem verheerenden Waldbrand in Gummersbach kann die Polizei nun einen Erfolg vermelden! Ein junger Mann (24) hat sich bei der Polizei gestellt, der das Feuer offenbar ausgelöst hat. 

Er habe am Dienstagmorgen die Polizeiwache in Gummersbach aufgesucht und "eingeräumt, dass er an der inzwischen ermittelten Stelle des Brandausbruchs durch leichtfertigen Umgang mit Feuer den ausgetrockneten Bodenbewuchs in Brand gesetzt hat", so die Polizei. Mit einem anderen Mann habe er das Feuer ausgetreten und gedacht, es sei aus. Dann hätten sie die Stelle verlassen. 

In Gummersbach hatten am Montag gut 35 Hektar Wald in Flammen gestanden, zeitweise hing eine riesige Rauchwolke über der Stadt im Oberbergischen Kreis. An dem Einsatz waren hunderte Einsatzkräfte, sowie zwei Polizeihubschrauber mit Löschwassergefäßen und Flugfeld-Löschfahrzeuge vom Airport Köln/Bonn beteiligt.

Waldbrand in Gummersbach: Feuerwehr noch immer im Großeinsatz

Gummersbach - Ein Waldbrand in Gummersbach hat Montagmittag (20. April) gegen 13.20 Uhr einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst.

Evakuiert wurde unter anderem ein Bauernhof, der sehr nah an den Flammen lag, sagte ein Feuerwehrsprecher. Außerdem seien die Bewohner einer Straße in Gummersbach aufgefordert worden, ihre Wohnungen zu verlassen. 

Rund 200 Feuerwehrleute seien im Einsatz, hieß es am Montag weiter. Die Feuerwehr Gummersbach wurde neben Einsatzkräften aus dem gesamten Kreisgebiet auch durch Sonderfahrzeuge der Feuerwehr Meinerzhagen und Iserlohn sowie durch zwei Polizeihubschrauber, zwei Flugfeldlöschfahrzeuge der Bundeswehr und mehreren Wasserwerfer der Bundespolizei unterstützt.

An den Löscharbeiten der etwa 35 Hektar brennenden Waldfläche beteiligten sich laut dem Sprecher zwei Polizeihubschrauber mit Außenlöschbehälter und Flugfeld-Löschfahrzeuge vom Flughafen Köln-Wahn

Über der Stadt stand zeitweise eine riesige Qualmwolke. Am frühen Montagabend gingen die Löscharbeiten weiter. "Das wird noch Stunden dauern", sagte der Feuerwehrsprecher. Er sollte Recht behalten.

Am Dienstagmorgen ist der Waldbrand nun in weiten Teilen gelöscht. Es gebe noch vereinzelt Brandherde, die gut 200 Einsatzkräfte seien bei den Nachlöscharbeiten, sagte ein Feuerwehrsprecher. Diese werden sich demnach bis über den Tag hin ziehen. 

Verletzt worden sei bis zum frühen Dienstagmorgen niemand, sagte der Sprecher.

Die Brandursache war zunächst unklar. Das trockene Wetter und fast völlig ausgebliebener Niederschlag im April sorgen derzeit für erhöhte Waldbrandgefahr. Die Polizei rief am Abend auf Twitter zu Zeugenhinweise auf.

Zudem habe starker Wind am Montag das Ausbreiten der Flammen beschleunigt, so die Polizei. Sie sucht nun Zeugen, die den Brand in der Frühphase beobachtet haben. Speziell sind die Ermittler auf der Suche nach zwei Personen, die am Mittag auf einer Bank etwa 300 Meter von der Christian-Heyn-Straße entfernt gesessen haben.

Aus Gummersbach-Oberrengse wurde am Montagabend noch ein weiteres Feuer gemeldet, dass sich allerdings als harmlos entpuppte. Der Einsatz dort war schnell erledigt.

Weitere Waldbrände in NRW

Auch in Wenden im Kreis Olpe hat es einen verheerenden Waldbrand gegeben - bei dem die Feuerwehr über Stunden im Einsatz war. Bis zu 400 Feuerwehrleute bekämpften den Waldbrand auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern.

Auch in einem niederländischen Naturschutzgebiet direkt an der Grenze zu NRW war am Montagabend ein Feuer ausgebrochen. Am Dienstagmorgen brannte es der Feuerwehr zufolge immer noch in dem Gebiet De Meinweg. 

Zu den Löscharbeiten wurden auch Einsatzkräfte aus dem Kreis Viersen gerufen. Das Naturschutzgebiet liegt auf niederländischer Seite nahe der Gemeinde Herkenbosch. Auf deutscher Seite grenzt es an mehrere Waldgebiete in der Nähe von Niederkrüchten (Kreis Viersen). Weitere Details waren zunächst unklar.

Waldbrand in Gummersbach: 250 Feuerwehrleute im Einsatz - die vorherige Berichterstattung 

Update, 17.50 Uhr: Noch am Montagmorgen wurde vor der großen Waldbrand-Gefahr durch die aktuelle Trockenheit gewarnt - jetzt zeigt sich, wie berechtigt diese Warnung war: In Gummersbach im Oberbergischen Kreis ist ein großer Waldbrand ausgebrochen. Die Feuerwehr ist im Großeinsatz.

Der Waldbrand wurde der Feuerwehr am Montagmittag gemeldet. Er ist in einem Waldgebiet bei Gummersbach-Strombach ausgebrochen. Aktuellen Informationen zufolge sind mehr als 250 Feuerwehrleute im Einsatz.

Waldbrand in Gummersbach.

Begünstigt durch starke Winde konnte sich das Feuer innerhalb von Minuten zu einem Wipfelbrand ausbreiten. Die Feuerwehr musste bereits ihren Standort wechseln, da die Flammen sich schnell in Richtung der Einsatzkräfte bewegte. Laut Angaben der Stadt Gummersbach vom Nachmittag (15.30 Uhr) stünden aktuell 35 Hektar Wald in Flammen. Teile der Ortschaft Strombach werden evakuiert.

"Anwohner der Gummerother Straße in Gummersbach-Strombach werden aufgefordert, sich umgehend in Sicherheit zu bringen und den Gefahrenbereich zu verlassen! ES BESTEHT AKUTE GEFAHR DURCH BRANDAUSBREITUNG!", erklärte die Stadt Gummersbach auf Facebook. Es wurde ein Bürgertelefon unter der Nummer 02261/883888 eingerichtet.

Eine große Rauchwolke zieht über dem Waldgebiet weg.

Anwohner wurden über die Warn-App Nina dazu aufgefordert, Fenster und Türen in den Bereichen Strombach, Karlskamp und Steinenbrück zu schließen und sich unverzüglich in geschlossene Räume zu bewegen. Auch Klima- und Lüftungsanlagen sollten ausgeschaltet werden.

Waldbrand in Gummersbach: Unterstützung vom Flughafen Köln-Bonn

Sind auch vom Köln-Bonner Flughafen Feuerwehrkräfte auf den Weg, um die Feuerwehr zu unterstützen. Die Polizei soll die Löscharbeiten mit Wasserwerfern unterstützen. 

Bürgermeister Frank Helmenstein ist vor Ort und will die evakuierten Bürger im Lindenforum, einem Versammlungsraum am städtischen Gymnasium unterbringen.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Feuerwehr gewarnt, wie gefährlich die Trockenheit bereits jetzt ist.

Wir berichten weiter.

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Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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