Großeinsatz der Polizei an Pfingstmontag / Staatsanwalt ermittelt

Blutiger Familienstreit in Herzfeld: Täter erliegt Verletzungen

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Lippetal - Nach einer schweren Auseinandersetzung zwischen Familienmitgliedern in Herzfeld am Pfingstmontag ist der Täter seinen Verletzungen erlegen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft am Mittwochnachmittag gegenüber unserer Redaktion.

Der Mann war im Verlauf der Auseinandersetzung, bei der er zunächst auf seine Verwandten einstach, selbst  von seinen Opfern angegriffen und schwer verletzt worden. Noch am Tatort wurden von den Rettungskräften an der Lippborger Straße Reanimationsmaßnahmen durchgeführt. 

Die drei anderen Beteiligten werden aktuell weiter medizinisch betreut. Trotz ihrer am Ende tödlichen Gegenwehr erwartet sie kein Haftbefehl. "Ich sehe keinen Grund", so der zuständige Staatsanwalt Thomas Schmelzer. Ein dringender Tatverdacht bestehe nicht. Zudem hätten alle drei einen festen Wohnsitz vorzuweisen. Gleichwohl laufen die Ermittlungen weiter.

So lief der blutige Familienstreit ab

Der - erheblich alkoholisierte -37-Jährige hatte sich am Abend des Pfingstmontag mit seiner Ehefrau, die von ihrem Bruder und von ihrem Vater begleitet wurde, auf der Straße im Ortskern getroffen. Alle vier stammen aus dem Kosovo. Dabei sollten offenbar Streitigkeiten besprochen werden. 

Im Verlauf des Treffens zückte der Ehemann nach bisherigen Erkenntnissen ein Messer und stach der Frau ins Bein, ihrem Bruder in die Lunge und ihrem Vater ins Gesicht. Den Opfern – sie leben in Lippetal – soll es dann trotz ihrer Verletzungen gelungen sein, den Angriff gemeinsam abzuwehren. Mehr noch: Sie richteten den in Ennigerloh wohnenden Täter so zu, dass er letztlich nicht überlebte.

Alle vier Beteiligten liegen in Krankenhäusern

Der Notruf war am Pfingstmontag gegen 19.45 Uhr eingegangen. Die Polizei hatte daraufhin weite Teile des Herzfelder Ortskerns abgeriegelt. Dort lief bis in die Nacht ein großer Einsatz. Beteiligt war neben Beamten der Polizei auch der Rettungsdienst. Die Feuerwehr Lippetal unterstützte den Rettungsdienst bei der Behandlung der Patienten, sperrte die Einsatzstelle weiträumig ab und leuchtete diese für die Polizei aus. Der Einsatz dauerte fast fünf Stunden. 

Polizei im ganzen Ort unterwegs

Die Polizei war nach eigener Aussage mit starken Kräften in der Lippborger Straße vor Ort. Um Schaulustige fernzuhalten sei der Ortskern gesperrt worden. Polizisten durchsuchten nicht nur das direkte Umfeld, sondern waren im ganzen Dorf unterwegs, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass weitere Familienmitglieder im Ort unterwegs sind. 

Die Lippstädter Straße war in Höhe der Alten Dorfstraße gesperrt, außerdem war der Kreisverkehr aus Richtung Hovestadt und aus Richtung Lippborg nicht zu befahren, Feuerwehrfahrzeuge blockierten dort die Durchfahrt. Mehrere Einsatzwagen der Polizei standen auf dem nahen Busparkplatz des Schulzentrums.

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Quelle: wa.de

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