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Werler (89) fährt mit Mercedes in den Soestbach: Erste Hinweise zum Unfallhergang

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Der Mercedes landete im Soestbach. Der Fahrer wurde eingeschlossen.

[Update, 12.44 Uhr] Soest - Ein 89-Jähriger fuhr am späten Mittwochabend mit seinem Mercedes in den Soestbach. Er konnte sich nicht mehr allein aus seiner Notlage befreien. Der Unfall sorgte für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Es gibt erste Hinweise zum Hergang.

Großeinsatz für die Feuerwehr Soest und den Rettungsdienst am späten Mittwochabend in Soest-Hattrop: Gegen 21.30 Uhr war am Eselsweg ein Auto in den Soestbach gefahren.

Der Fahrer, ein 89-Jähriger aus Werl-Westönnen, war im Mercedes eingeschlossen und konnte sich nicht aus eigener Kraft aus dem Wagen befreien. Ein Großaufgebot an Rettungskräften verschaffte sich über Steckleitern einen Zugang zum Fahrzeug und befreite den Werler.

Rettungsdienst und Feuerwehr versorgten den Mann, noch während er in seinem teilweise gesunkenen Wagen saß. Er konnte gerettet und ins Krankenhaus gebracht werden.

Offenbar hatte der Mann großes Glück: Er erlitt ersten Erkenntnissen zufolge keine schwereren Verletzungen. Zur Kontrolle kam er mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus, wo er zur Beobachtung verblieb.

Offenbar rund 130 Meter über einen Acker gefahren

"Erst Anwohner, die das Abblendlicht seines Wagens im Soestbach wahrgenommen hatten, alarmierten die Rettungskräfte. Zurzeit wird vermutet, dass der Soester sich im desorientierten Zustand auf einem Acker festgefahren hatte und dann beim Versuch des Herausfahrens rückwärts in den Bach fuhr", erklärte die Polizei am Donnerstag.

Was jedoch klar ist: Der Mann muss seinen Mercedes über eine längere Strecke über einen durchnässten Acker gelenkt haben. Das letzte Stück befestigte Straße, der Ziegeleiweg, ist rund 130 Meter von der Stelle entfernt, an der der Wagen ins Wasser tauchte.

Feuerwehr leuchtet Unfallstelle aus

Die Feuerwehr Soest rückte mit beiden Innenstadtzügen und dem Zug 6 (Meckingsen und Hattropholsen) an. Neben der Errichtung eines Zugangs zum Auto leuchteten die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Unfallstelle für eine sichere Rettung des Verunfallten aus. Etwa 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Während des Einsatzes regnete es stark. Der Acker, über den der 89-Jährige zuvor gefahren sein muss, war entsprechend aufgeweicht.

Nachdem der Werler gerettet war, wurde es erneut kompliziert. Die Bergung des Mercedes' stand an. Und die hatte es ins sich. 

Hilfe eines Landwirts wird benötigt

Zunächst wurde überlegt, den Wagen mithilfe eines Krans zu bergen. Doch sowohl von der Nord- als auch von der Südseite des Soestbachs war das Ufer im Bereich des Unglücksortes sehr matschig. Letztlich entschied der Bergungsdienst des ADAC, dass die Hilfe eines lokalen Landwirts und dessen Traktor benötigt wird. 

Um 0.10 Uhr gelang die Bergung des Mercedes'. Dabei war es wichtig, dass der Wagen nicht weiter beschädigt wurde, damit keine Betriebsmittel in den Soestbach fließen konnten. Das gelang.

Mit Gurten und Ketten zog der Traktor den Wagen letztlich um 0.10 Uhr, nach zwei Stunden und 40 Minuten, aus dem Bach. Dabei war noch einmal große Vorsicht geboten: "Es bestand das Risiko, dass der Wagen bei der Bergung beschädigt wird und Betriebsmittel auslaufen", erklärte Thorsten Krabbe, Zugführer von Zug 6. 

Mercedes im Soestbach: Die Fotos

Großeinsatz: Mercedes im Soestbach - Fahrer eingeschlossen

Der gute Unterbodenschutz des Mercedes' verhinderte eine Verschmutzung der Umwelt durch Öl und andere Betriebsmittel. Der Wagen blieb dicht. 

Für den Ernstfall war bereits eine Vertreterin der Unteren Wasserbehörde vor Ort erschienen. 

"So einen Einsatz habe ich noch nicht erlebt"

Thorsten Krabbe resümierte: "So einen Einsatz habe ich in 29 Jahren bei der Feuerwehr auch noch nicht gehabt." 

Die Polizei wird nun ermitteln, wie genau es überhaupt zu diesem kuriosen Einsatz kommen konnte.

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Quelle: wa.de

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