Großeinsatz der Polizei gegen Rockeraufmarsch in Neuss

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Symbolbild

[Update 14.20 Uhr] Neuss - Die rasch wachsende Rockergruppe "Osmanen Germania" scheint nun auch in Nordrhein-Westfalen Fuß fassen zu wollen. Mit einem martialischen Aufmarsch in Neuss hat die von türkischstämmigen Migranten dominierte Gruppe in der Nacht zum Dienstag Aufsehen erregt.

Mehr 200 Polizisten waren dort im Einsatz gegen etwa 80 Rocker der Gruppierung. Diese stammten aus Neuss selbst und anderen Städten in Nordrhein-Westfalen, seien aber auch aus anderen Bundesländern angereist, sagte ein Polizeisprecher in Neuss.

Die Beamten beschlagnahmten einen Schlagring und mehrere Messer. Mehrere Autos wurden durchsucht und Platzverweise erteilt. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen zwei 23 und 25 Jahre alte Männer aus dem Raum Siegen. Die Männer gehören nach Angaben der Polizei zur Rockergruppe "Osmanen Germania", die aus dem süddeutschen Raum und Hessen stammt. 

Bereits am vergangenen Donnerstag sollen sich etwa 20 Mitglieder der Gruppe zu einem Gruppenfoto in der Neusser Innenstadt getroffen haben. Die genauen Hintergründe des aktuellen Rockertreffens waren zunächst unklar. Im Internet existiert aber seit Anfang Dezember ein Facebook-Profil eines Niederrhein-Ablegers der Osmanen-Rocker, die sich im Gegensatz zu den klassischen Rockergruppen nicht als Motorrad-Club (MC), sondern als Box Club (BC) verstehen. 

"Wir haben die Gruppe im Blick", versicherte ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei. Unklar blieb, ob der Auftritt in Neuss als Kampfansage an die Hells Angels zu verstehen ist, die die Stadt als ihr Revier betrachten. Weder Landeskriminalamt noch Düsseldorfer Polizei wollten dazu am Dienstag Stellung nehmen. Eine ähnliche Machtdemonstration der "Osmanen" hatte die Polizei im vergangenen Jahr Medien zufolge auch in Berlin registriert. - lnw

Quelle: wa.de

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