Rätselhafte Umstände

Großeinsatz an der Glör: Suche nach vermisster Person eingestellt!

Der erste Punkt wurde von den Tauchern abgesucht - ohne Fund.

[Update: 29. Juli, 14.35 Uhr] Eine junge Frau soll von einem Felsen im Badebereich der Glörtalsperre gesprungen und nicht wieder aufgetaucht sein. Am Freitag suchten Taucher die Glör an zwei Verdachtspunkten ab - ohne Ergebnis. Die Suche wurde eingestellt - nach insgesamt 24 Stunden. Alles dazu hier.

Schalksmühle/Breckerfeld - Auch einige Tage nach der Suche nach einer jungen Frau an der Glörtalsperre liegt der Polizei keine Vermisstenanzeige vor.  Das erklärt Marcel Dilling, Pressesprecher der Polizei im Märkischen Kreis, auf Nachfrage. 

Die Suche wurden am Freitagabend eingestellt. Die Einsatzkräften gehen davon aus, dass sich niemand im Wasser befindet, heißt es. Weitere Maßnahmen werde es nicht geben.

Rettungskräfte von Feuerwehr und DLRG suchten am Donnerstag vergeblich bis spät in den Abend nach der Vermissten. Die Suche wurde am Freitag fortgesetzt.

Die Talsperre wurde am Freitag durch das Technische Hilfswerk (THW) aus Wetter unter Zuhilfenahme eines Sonargerätes abgesucht. Das ergab zwei weitere Verdachtspunkte, die im Anschluss durch Taucher der Berufsfeuerwehr Hagen in Augenschein genommen wurden. Am Abend kam die Meldung der Polizei: "Es konnte kein Mensch gefunden werden." 

"Wir gehen vom Stand jetzt davon aus, dass sich niemand in der Glör befindet", bestätigt auch Marcel Dilling, Pressesprecher der Polizei im Märkischen Kreis, auf Nachfrage. Alles wurde von den Einsatzkräften gründlich abgefahren. Alle drei Verdachtspunkte wurden von den Tauchern untersucht.

"Das THW und die Taucher haben eng zusammengearbeitet", sagt Dilling.  An der tiefsten Stelle ist die Glör derzeit rund neun Meter tief. "Ab etwa fünf Metern sehen die Taucher die Hand vor Augen nicht mehr", erklärt Dilling. Daher sei das Lotsen durch die THW-Kräfte wichtig gewesen.

Es wurde nach wie vor keine Vermisstenanzeige erstattet, heißt es.  Die Suche wurde daher eingestellt.

Das ist am Freitag passiert:

Am Freitagmorgen teilte die Polizei im Märkischen Kreis, die den Einsatz koordinierte, mit, dass die Suche fortgesetzt werde,  da ein Suchhund angeschlagen hatte, wie Polizeisprecher Dietmar Boronowski auf Nachfrage sagte. 

Um kurz vor 12 Uhr kreiste auch wieder ein Hubschrauber über der Glörtalsperre. Andere Einsatzkräfte waren zunächst noch nicht vor Ort. Etwas später traf dann die Polizei ein.

Laut Marcel Dilling, Pressesprecher der Polizei im Märkischen Kreis, lief zur selben Zeit ein vergleichbarer Einsatz in Olpe. Daher hätten die nötigen Einsatzkräfte wie zum Beispiel Taucher gefehlt, um mit allen Mitteln weiterzusuchen.

Die Polizei beschränkte sich daher zunächst auf die Suche mit dem Helikopter "Hummel". An Bord befand sich ein "ortskundiger Kollege", erklärt Dilling. Da die gesuchte Frau nach Zeugenangaben hellhäutig sei, hoffte man sie so auch in dem dunklen Wasser vom Helikopter aus zu finden. 

Das Hauptaugenmerk lag am Freitag auf der Stelle an dem Felsen, der gegenüber der Badestelle liegt, sagte Dilling. Von dort aus sei die Frau ins Wasser gesprungen. 

Gegen 12.40 Uhr wurde von den Kräften im Helikopter eine potenziell verdächtige Fläche ausgemacht. Inzwischen wurde eine Stelle lokalisiert. 

Die Kräfte des THW aus Wetter lassen das Boot ins Wasser.

Alarmiert wurde das Technische Hilfswerk (THW), das in der nächsten Stunde mit einem sogenannten Flächensonargerät anrückt, das Menschen im Wasser ausmachen kann. 

Das THW Wetter traf gegen 14.45 Uhr an der Glör ein. Nach rund einer Stunde Suche mit dem Sonargeräte konnten die THW-Kräfte zwei Verdachtspunkte ausmachen: Der eine befindet sich in der Nähe des Felsens und ist der Punkt, der vom Helikopter aus gesehen wurde. Der zweite Punkt befindet sich an einer Boje. Und dann gibt es noch den dritten Punkte, an dem der Rettungshund am Donnerstagabend angeschlagen hat.

Sechs Taucher der Berufsfeuerwehr Hagen suchten nach und nach die drei Stellen ab - und fanden keinen Menschen. Daraufhin stellte die Polizei die Suche ein.

Polizei sucht dringend Hinweise:

In den umliegenden Polizeidienststellen wurde bislang keine Vermisstenanzeige erstattet. Hinweise von Zeugen nimmt die Polizei unter der Notrufnummer 110 entgegen. 

Die gesuchte junge weibliche Person soll Beschreibungen zufolge ein dunkles Oberteil mit Fransen getragen haben.

Die Polizei fragt explizit: Wer war am Donnerstag an der Glörtalsperre, auf den die Beschreibung zutrifft? Wer kann Angaben zu der Person machen?

Falsche Angaben zur gesuchten Frau in Umlauf

In anderen Medien ist von einer Frau um die 30 Jahre, etwa 1,65 Meter groß und mit einem roten Badeanzug die Rede. "Das stimmt nicht", sagt Dietmar Boronowski auf Nachfrage. Richtig seien die Angaben junge Frau und dunkles Oberteil mit Fransen. 

Großeinsatz an der Glör: Suche nach "junger weiblicher Person"

So stellte sich die Situation am Donnerstag dar:

Nach ersten Informationen aus der Polizeileitstelle im Ennepe-Ruhr-Kreis von Donnerstagabend sollte eine "junge, weibliche Person" von der "Insel" im Schwimmbereich der Glör ins Wasser gesprungen und nicht wieder aufgetaucht sein. Zeugen in der Nähe schilderten die Situation demnach so, dass die Person auf dem Wall gestanden habe. Plötzlich sei ein Platschen zu hören gewesen, auf dem Wasser hätten sich Kreise gebildet. Danach sei aber niemand wieder aufgetaucht. 

Bislang ist auch nicht auszuschließen, dass der Person, die auf der Plattform gestanden haben soll, nichts zugestoßen ist, - und dass bloß ein ins Wasser geworfener Stein das Platschen und die Wellenbewegungen ausgelöst hatte. 

Die Einsatzkräfte fanden am Ufer offenbar keine persönlichen Gegenstände, die auf eine junge Frau hindeuteten. Am späten Abend sollte der Parkplatz an der Talsperre weiter beobachtet werden - falls dort ein Auto stehen geblieben wäre, das Rückschlüsse zulässt.

Im Einsatz am Donnerstag waren der Löschzug Breckerfeld und die Löschgruppe Delle. Hinzu kamen Taucher aus Hagen und Witten, die das Gewässer absuchten. Auch die Löschgruppe Dahlerbrück der Freiwilligen Feuerwehr Schalksmühle wurde hinzugerufen. Die Rettungshundestaffel der Feuerwehr Iserlohn half bei der Suche ebenfalls mit. Die Löschgruppe Zurstraße war währenddessen  für den Grundschutz in Breckerfeld zuständig.

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Quelle: wa.de

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