20.000 Menschen werden evakuiert

Große Luftmine wird am Sonntag in Dortmund entschärft

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Eine Luftmine vom Typ HC 4000: Eine vergleichbare Luftmine mit 1,5 Tonnen Sprengstoff wird am Sonntag in Dortmund entschärft. 20.000 Menschen sind betroffen. Ein Gebiet mit 1,5 Kilometern Radius wird von 9 Uhr an evakuiert. Dazu müssen ein Krankenhaus und Seniorenheime geräumt werden. Anwohner, die keine Ausweichmöglichkeit haben, werden in der Westfalenhalle untergebracht.

DORTMUND - Eine Luftmine wird entschärft: Rund 20 000 Menschen müssen ihre Wohnung verlassen. Die gewaltige Sprengkraft macht die Entschärfer aber nicht nervös.  

Ein gewaltiger Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wird an diesem Sonntag in Dortmund entschärft. Aus Sicherheitsgründen müssen rund 20.000 Menschen die Umgebung der Fundstelle verlassen. Die britische, rund 1,8 Tonnen schwere Luftmine war bei der Auswertung von Luftbildern im Stadtteil Hombruch entdeckt worden.

Seit Tagen hat die Stadt Dortmund die Entschärfung vorbereitet. Von 9 Uhr morgens an wird die Zufahrt in den Gefahrenbereich gesperrt. Bis 11 Uhr sollen alle Menschen diese Zone mit einem Radius von 1,5 Kilometer verlassen. "Jeder und jedem muss klar sein, dass ein Verbleib im Sicherheitsbereich unter Umständen lebensgefährlich werden kann", warnte die Stadt. Geräumt werden müssen auch ein Krankenhaus und mehrere Seniorenheime. Rund 1200 Sicherheitskräfte sollen für eine reibungslose Evakuierung sorgen.

Blindgänger dieser Größe werden nur selten entdeckt, in Dortmund erst zwei Mal, zuletzt 1998. Für die Entschärfer sei die Menge des Sprengstoffs allerdings unwichtig, sagte Karl-Friedrich Schröder, der mit einem Kollegen die Arbeit übernimmt, am Samstag dem WDR. Die ungewöhnliche große Sprengkraft mache ihn nicht nervös. Eine Entschärfung sei niemals Routine, jede Bombe müsse einzeln betrachtet werden, betonte Schröder. Er schätzt, dass die Arbeit etwa eine Stunde dauert. Die Luftmine verfügt über drei Zünder. - dpa

Quelle: wa.de

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