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Industriehalle in NRW brennt: Dach stürzt ein - hunderte Feuerwehrleute im Einsatz

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Von: Andreas Eickhoff

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Rund 200 Feuerwehrleute waren unter Leitung von Stadtbrandinspektor Matthias Setter im Kampf gegen die Flammen, versuchten zu retten, was zu retten war.
Rund 200 Feuerwehrleute waren unter Leitung von Stadtbrandinspektor Matthias Setter im Kampf gegen die Flammen, versuchten zu retten, was zu retten war. © Andreas Eickhoff

Bei einem Großbrand in NRW ist am Freitag (3. Dezember) das Dach einer Industriehalle eingestürzt. Die Feuerwehr ist mit einem großen Aufgebot vor Ort.

Rietberg - Es ist der zweite Großeinsatz für die Feuerwehr im Rietberger Stadtgebiet binnen drei Tagen: Bei Dachdeckerarbeiten am Freitagnachmittag hat sich vermutlich das Dach einer Industriehalle des Ladenbauers Ellermann an der Bokeler Straße / Umgehungsstraße (B64) entzündet.

StadtRietberg
KreisGütersloh
Einwohner29.432 (31. Dez. 2020)

Industriehalle in NRW brennt: Dach stürzt ein - hunderte Feuerwehrleute im Einsatz

Kurz nach dem Eintreffen der ersten Rettungskräfte stürzte das Dach ein, das Feuer griff auf ein naheliegendes Hochregallager über. Um 14.21 Uhr hatte zunächst die automatische Brandmeldeanlage des Unternehmens ausgelöst, von der Kreisleitstelle in Gütersloh wurden die Löschzüge Rietberg und Mastholte alarmiert. Schon auf der Anfahrt sahen die Feuerwehrleute dicke, schwarze Rauchwolken emporsteigen. Der weitere Einsatzverlauf liest sich wie eine Kopie des Großbrandes am Dienstag (30. November) bei dem Möbelhersteller Procontour in Neuenkirchen. Rund 200 Feuerwehrleute waren unter Leitung von Stadtbrandinspektor Matthias Setter im Kampf gegen die Flammen, versuchten zu retten, was zu retten war.

Auch am Freitag kamen sechs Drehleitern und der Gelenkmast der Feuerwehr Steinhagen zum Einsatz, um den Brand aus großer Höhe zu bekämpfen. Unterstützung kam ferner unter anderem aus Delbrück, Langenberg und Gütersloh. Um genügend Aufstellfläche für die Feuerwehr zur Verfügung zu haben, musste auch die viel befahrene Bundesstraße 64, eine viel benutzte Verbindung zwischen der A2 in Rheda-Wiedenbrück und der A33 in Paderborn, komplett gesperrt werden. Dies führte auch in der weiteren Umgebung zu massiven Verzögerungen.

Industriehalle in NRW brennt: Mithilfe von Schlauchwagen wurden lange Wasserleitungen gelegt

Mithilfe von Schlauchwagen aus Isselhorst und Kaunitz wurden lange Wasserleitungen gelegt, um an der Brandstelle ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben. Zunächst war ein Löschwasserbehälter auf dem Grundstück des Unternehmens genutzt worden, ferner wurde ein Pendelverkehr eingerichtet. 

Mehr als eine Stunde dauerte es, bis die dicken schwarzen Rauchwolken heller wurden. Sie waren kilometerweit zu sehen.
Mehr als eine Stunde dauerte es, bis die dicken schwarzen Rauchwolken heller wurden. Sie waren kilometerweit zu sehen. © Andreas Eickhoff

Mehr als eine Stunde dauerte es, bis die dicken schwarzen Rauchwolken heller wurden. Sie waren kilometerweit zu sehen. Über die Warn-App Nina wurde die Bevölkerung gebeten, Fenster und Türen zu schließen, Klimaanlagen abzuschalten. Mit einem massiven Wassereinsatz konnte der Brand schließlich um 17.28 Uhr unter Kontrolle gebracht werden. Kurze Zeit später konnten auch die ersten Einsatzkräfte aus dem Kreis Paderborn wieder einrücken.

Industriehalle in NRW brennt: THW leuchtet Einsatzstelle aus

Die ABC-Einheit des Kreises Gütersloh führte im Umfeld der Brandstelle sowie im Bereich der abziehenden Wolke aus Qualm Messungen durch und wurde später von Mitarbeitern des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) Nordrhein-Westfalen unterstützt. Bei Einbruch der Dämmerung wurde das Technische Hilfswerk alarmiert, um die Einsatzstelle in der Nacht auszuleuchten.

Bei einem schweren Unfall auf der A1 in NRW ist am Freitag (3. Dezember) ein 37-jähriger Lkw-Fahrer in ein Stau-Ende gekracht. Die Strecke war für mehrere Stunden gesperrt. Der Mann wurde dabei schwer verletzt.

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