Grenzübergreifende Razzia im Rotlichtmilieu - Bordelle durchsucht

AACHEN/EUSKIRCHEN - Drei Länder, Hunderte Polizisten: Mit großangelegten Razzien sind die Ermittler in der Rhein-Maas-Region gegen Menschenhandel und organisierte Kriminalität vorgegangen.

Bei einer grenzübergreifenden Großrazzia haben mehrere hundert Polizisten Rotlichtbetriebe in der Rhein-Maas-Region durchsucht. Schwerpunkt der Aktion in der Nacht auf Samstag war die Bekämpfung des organisierten Menschenhandels und der organisierten Kriminalität, wie die Polizei mitteilte. Ziel der Razzien waren Bordelle und Privatclubs in Deutschland, Belgien und den Niederlanden.

"Zahlreiche Personen aus dem Rotlichtmilieu, aber auch die "Kunden" wurden überprüft", berichteten die Ermittler. Etliche Frauen ohne Aufenthaltsgenehmigung müssen jetzt mit Abschiebung rechnen.

Allein im Aachener Raum nahm die Polizei in einer Bordellstraße 43 von 218 überprüften Personen vorläufig fest. 39 Frauen müssen mit Abschiebung rechnen, weil sie sich vermutlich illegal in Deutschland aufhalten. Die Polizei hofft jetzt darauf, dass die Frauen Hinweise auf Menschenhandel geben können. Bordellbesitzer seien bislang nicht festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Als Beifang konnte die Polizei zwei gesuchte Personen verhaften. 23 Störer, die die Polizeiarbeit behinderten, erhielten Platzverweise.

Auf deutscher Seite fanden die Kontrollen unter anderem in Aachen, Heinsberg, Düren und Euskirchen statt. In Aachen und Düren kam es zu keinen Festnahmen. In Belgien durchsuchte die Polizei in Hasselt, Tongeren, Lüttich, Grâce-Hollogne und Awans. In den Niederlanden wurden die Ermittler in der Region Südlimburg aktiv. - lnw

Quelle: wa.de

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