Gewaltexzesse in Essener Großfamilie

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Essen - Mehrere gewalttätige Auseinandersetzungen innerhalb einer Großfamilie sorgten in der Nacht zum Sonntag für Polizeieinsätze.

Mehrere gewalttätige Auseinandersetzungen innerhalb einer Großfamilie sorgten in der Nacht zum Sonntag für Polizeieinsätze.

Wie die Essener Polizei mitteilte, drangen gegen 23.30 Uhr mehrere Personen gewaltsam in eine Wohnung auf der Hubertstraße ein. Vermutlich mit Baseballschlägern schlugen sie auf drei Anwesende ein. Anschließend gossen sie Feuerzeugbenzin in der Wohnung aus und ließen demonstrativ ein Feuerzeug entflammen. Noch während zwei Verletzte, eine 58-jährige Frau und ein 61-jähriger Mann im Krankenhaus versorgt wurden, erhielten sie telefonisch weitere Drohungen.

Um 0.25 Uhr fiel Zeugen ein Citroen Berlingo in der Innenstadt auf. Mit augenscheinlich überhöhter Geschwindigkeit missachtete der Fahrer einige rote Ampeln. Auf der Burggrafenstraße fuhr er offensichtlich absichtlich gegen einen geparkten und unbesetzten Kia. Mehrfach setzte der Mann hinter dem Steuer zurück, um erneut eine Kollision mit dem Sephia herbeizuführen. Aus einem wartenden Mercedes stiegen wenig später Komplizen und zerschlugen die Scheiben des mittlerweile stark beschädigten Kias. Anschließend fuhren alle Täter mit dem Mercedes davon.

Schließlich brachen um 0:50 Uhr zwei Männer und zwei Frauen eine Wohnung in der Scharnhorststraße auf. Laut Zeugen zerstörten sie mit Stangen bewaffnet einen Großteil des Inventars und verschwanden anschließend wieder. Bei dem Überfall befand sich niemand in der Wohnung.

Die Ermittler haben keinerlei Zweifel, dass die geschilderten Vorfälle in einem direkten Zusammenhang stehen. Vier Tatverdächtige (männlich, 20-44) konnten bereits gestern identifiziert werden.

Am Abend (19:50 Uhr) kontrollierte eine Streife der Citywache einen PKW auf der Bismarckstraße/Kleiststraße. Neben einer Frau und einem Kind saßen zwei Männer (38, 29) im Fahrzeug. Einer von ihnen - Angehöriger der in der Nacht Verletzten - hatte zuvor per Video im Internet seine Rache angedroht und dabei mit einer Schusswaffe posiert. Er und der Fahrzeugführer wurden festgenommen. Im Auto fanden die Polizisten Pistolenmunition, Schlagwerkzeuge und Tierabwehrspray. Die Waffen lagen griffbereit im Fond. Zudem führte der 38-Jährige einen gefälschten Presseausweis bei sich.

Zum Motiv der Taten haben sich beide Gruppierungen bisher nicht geäußert.

Quelle: wa.de

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