Getreideernte in NRW eine "enge Partie"

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BONN - Umgeknickte Halme, nasse Felder, zu wenig Sonnentage: Die Getreideernte in Nordrhein-Westfalen wird eine "enge Partie", stellt Bernhard Rüb von der Landwirtschaftskammer NRW fest.

Starke Regenfälle hätten bisher dafür gesorgt, dass nicht einmal ein Drittel der Getreidefelder abgeerntet sind. Das belegt die NRW-Ernteermittlung 2014. Normalerweise wäre um diese Zeit im Juli schon die Hälfte des Getreides eingebracht. Trotzdem rechnet die Landwirtschaftskammer nicht mit einem Einbruch der Erntemenge.

Nach einem nasskühlen Frühjahr sind die Voraussetzungen für die Getreideernte eigentlich gut. Durch das anhaltend regnerische Wetter werde es aber zunehmend ungemütlich, sagte Rüb: "Wir haben kein Wetter zum Dreschen und die Aussichten sind nicht toll." Die Ernte rechtzeitig einzufahren werde "nervenaufreibend".

Wie schwierig sich die Ernte von Weizen, Gerste, Roggen und Hafer in diesem Sommer gestaltet, macht die sogenannte besondere Ernteermittlung deutlich: Stichproben zeigen, dass der Winterweizen, die Hauptgetreideart in Nordrhein-Westfalen, erst zu 6,4 Prozent geerntet worden ist. Auch beim Winterroggen (8,7), Hafer (4,9) und dem Weizen-Roggen-Gewächs Triticale (10,8) stehen noch große Teile der Ernte aus. Einzig die Wintergerste ist zu 95 Prozent geerntet, denn sie wird zuerst reif.

In ganz NRW rechnet die Kammer mit 530 000 Hektar Getreidefeldern. Bisher wurden davon 156 000 abgeerntet. Ende August solle die Getreideernte beendet sein, sagte Rüb - das sind zwei Wochen später als es normalerweise der Fall ist. Die Landwirtschaftskammer rechnet aber aufgrund der bisher gemessenen Mengen und der Erfahrung aus den Vorjahren mit einer Ernte, die über dem langjährigen Durchschnitt liegt. - dpa/lnw

Quelle: wa.de

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