Duo gesteht: Holzstämme und Einkaufswagen auf A1 geworfen

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Blick von einer Brücke auf die Autobahn: Zwei junge Männer, die schwere Gegenstände auf die Autobahn 1 geworfen haben sollen, müssen sich vor dem Schwurgericht Münster verantworten. Laut Anklage haben die 25-Jährigen aus Lengerich zwischen Oktober und Dezember 2014 unter anderem Baustellenleuchten, einen Einkaufswagen und Baumstämme auf die Fahrbahn geworfen.

[UPDATE 13.59 Uhr] Münster - Zwei 25-Jährige aus Lengerich haben gestanden, zahlreiche schwere Gegenstände von Brücken auf die A1 geworfen zu haben - unter anderem Holzstämme, einen Einkaufswagen, eine leere Propangasflasche und Baustellenlampen.

Einer der beiden sagte zum Prozessauftakt vor dem Schwurgericht Münster am Dienstag: "Für mich war das ein Jungenstreich. Ich habe mir keine Gedanken gemacht." Die Staatsanwaltschaft sieht das völlig anders: Sie hat die beiden wegen Mordversuchs angeklagt.

Die unheimliche Serie begann im Oktober 2014 auf dem Autobahnabschnitt zwischen Münster und Lotte. Es war immer schon tief in der Nacht, wenn die kiloschweren Gegenstände von einsamen Brücken auf die Fahrbahn fielen. Es kam zu einer Serie von Unfällen - wie durch ein Wunder wurde jedoch niemand ernsthaft verletzt.

Es war eine Mischung aus Übermut und Langeweile, die die Angeklagten zu den Taten veranlasst hat. Manchmal handelten sie spontan, manchmal gezielt. Was sie sich dabei gedacht haben? "Eigentlich gar nichts", sagten sie den Richtern.

Mülltonne und Holzbank auf die Fahrbahn geworfen

Nach eigenen Angaben haben die 25-Jährigen nicht einmal abgewartet, ob ein Unfall passiert. "Wir haben die Sachen runtergeschmissen und sind sofort wieder weg." Von gezielten Würfen auf heranbrausende Fahrzeuge könne keine Rede sein.

Neben Baumstämmen, Baustellenleuchten und einem Einkaufswagen haben die Angeklagten außerdem eine 30 mal 30 Zentimeter große Waschbetonplatte, eine 120-Liter-Mülltonne und eine komplette Naturholzbank auf die Autobahn geworfen. Die letzte Tat passierte Anfang Dezember 2014. Danach war die Polizei den Angeklagten auf die Spur gekommen.

Die Ermittler hatten überprüft, welche Mobiltelefone zur Tatzeit an den entsprechenden Autobahnabschnitten eingeloggt waren. Neben den Würfen von Autobahnbrücken werden den Angeklagten außerdem mehrere Anschläge auf den Schienenverkehr vorgeworfen. Die 25-Jährigen sollen zwischen Oktober 2012 und April 2013 am Bahnhof Lengerich mehrfach Hindernisse für Züge aufgebaut haben - unter anderem mit Bauzäunen.

Auch dabei kam es nur zu Sachschäden. - dpa

Quelle: wa.de

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