Zehn Verletzte bei Kirmes-Unfall in Lüdenscheid

LÜDENSCHEID ▪ Zwei Schwer- und acht Leichtverletzte bei einem Unfall auf der Kirmes in Lüdenscheid: Einen Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungskräfte gab es am Samstagabend an der Hohen Steinert auf dem Schützenfest des Bürger-Schützen-Vereins Lüdenscheid.

An dem Fahrgeschäft „Commander“ hat sich am Samstag gegen 20.50 Uhr eine mit zwei Personen besetzte Gondel gelöst. Das teilten die Einsatzkräfte mit. Die Gondel kam nach wenigen Metern zum Stehen und blieb am Rand des Karussells liegen. Eine Person zog sich eine Platzwunde am Kopf zu, eine weitere eine Unterschenkelfraktur. Mehrere Jugendliche und Erwachsene erlitten zudem Schocks oder leichtere Verletzungen.

DRK-Sanitäter als erste Rettungskräfte am Unfallort

Als erste Rettungskräfte eilten Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes und mehrere freiwillige Feuerwehrleute zu dem Karussell, das in einer Ecke des Festplatzes an der Hohen Steinert steht. Die Rot-Kreuz-Mitglieder stellen die Sanitätswache beim Schützenfest, die Feuerwehrleute die Brandschutzwache. Sie wurden binnen kurzer Zeit unterstützt durch Polizeibeamte, die Besatzungen zahlreicher Feuerwehr- und Krankenwagen sowie drei Notärzte. Sie alle mussten sich den Weg durch die Menschenmengen auf der gut besuchten Kirmes bahnen und warteten vor dem Bürgerschützenheim. Drei Kranken- und Rettungswagen eilten aus Werdohl und Halver in die Kreisstadt.

Bürgermeister eilt noch am Abend ins Krankenhaus

Mitglieder des Bürger-Schützen-Vereins unterstützten die Einsatzkräfte, indem sie den Bereich um das Fahrgeschäft herum absperrten, während die Verletzten behandelt wurden. Der Lüdenscheider Feuerwehrchef Martin Walter, der Gast auf dem Festkommers des BSV gewesen war, kümmerte sich mit um die Einweisung der Einsatzfahrzeuge. Bürgermeister Dieter Dzewas eilte noch am Abend vom Festplatz ins Klinikum.

"Wir sind in Gedanken bei den Verletzten"

Nach Angaben von Rotkreuzleiter Alexander Schwarzat kamen die beiden schwerverletzten Personen ebenso ins Klinikum Hellersen wie sieben Menschen mit Schocks oder leichten Verletzungen. Eine leicht verletzte Person verzichtete nach Behandlung durch einen der Notärzte darauf, ebenfalls ins Krankenhaus gebracht zu werden.Der BSV-Vorsitzende Rolf Linnepe zeigte sich erschüttert und berichtete vor den geschockten Schützen und Gästen im Festzelt von dem Unglück auf der Kirmes. „Wir sind in Gedanken bei den Verletzten“, meinte Linnepe und kündigte an, dass eine Abordnung des Vereins die Unfallopfer am Sonntag im Klinikum besuchen werde. „Wir haben Glück im Unglück gehabt, denn das Karussell war gerade erst angefahren. Nicht auszudenken, wenn das in voller Fahrt passiert wäre …“

Ursache für Unfall noch unklar

Die Ursache für den Unfall sei noch unklar, so der Vorsitzende der Bürger-Schützen weiter. Das Fahrgeschäft sei vom Bauamt der Stadt Lüdenscheid auf Standsicherheit überprüft worden, die technische Sicherheit werde im Rahmen einer jährlichen Tüv-Abnahme kontrolliert. „Die Polizei hat das Karussell beschlagnahmt, jetzt kommt ein Sachverständiger“, meinte Linnepe weiter. Der „Commander“ gehört dem Bremer Schaustellerbetrieb Hanstein, der seit vielen Jahren auf der größten Kirmes des Sauerlandes vertreten ist. - sum

Quelle: wa.de

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