Gerichtsvollzieher zweigte Geld ab: 100 000 auf geheimes Konto geleitet

MÜNSTER - Ein Gerichtsvollzieher aus Rheine hat am Mittwoch vor dem Landgericht Münster die Veruntreuung von 100 000 Euro gestanden. Zwischen 2005 und 2009 hatte der Mann regelmäßig hohe Geldbeträge, die er bei Schuldnern eingetrieben hatte, auf ein geheimes Konto weitergeleitet.

Von dort hatte er nach und nach für sich Bargeld abgehoben. Als seine Machenschaften 2009 bei einer Kontrolle aufflogen, sei er selbst von der Höhe des Schadens überrascht worden, sagte der Angeklagte. Er bat von sich aus darum, aus dem Beamtenverhältnis entlassen zu werden. Bisher war er vom Dienst suspendiert.

Der 56-Jährige sagte, er habe jahrelang im Dienst große Mengen Alkohol getrunken. Nach dem ersten illegalen Zugriff auf das eigentlich den Gläubigern zustehende Geld habe sich „die Sache immer mehr verselbstständigt“. Wenn Auftraggeber sich meldeten und nach Geld fragten, stellte er sie in der Regel mit schnellen Geldzahlungen ruhig. Für diese Überweisungen griff der Mann wie bei einem Schneeballsystem auf das Geld anderer Gläubiger zurück. - dpa

Quelle: wa.de

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