Gerichtsurteil: Erzwungener Kuss ist Nötigung

HAMM - Geküsst und vor Gericht gelandet: Weil er seine erwachsene Schülerin gegen deren ausdrücklich Willen auf den Mund geküsst hat, muss ein Musiklehrer 2000 Euro Strafe zahlen.

Ein erzwungener Kuss sei eine Straftat, urteilte das Oberlandesgericht (OLG) in Hamm laut Mitteilung vom Donnerstag. Der 49 Jahre alte Musikus aus Essen hatte seine Gitarren-Schülerin an sich gezogen und geküsst, obwohl sie ihm unmissverständlich einen Korb gegeben hatte. Der Mann argumentierte zwar vor Gericht, er habe seine Schülerin während des Kusses nicht festgehalten. Dass er sie aber angefasst und zu sich gezogen habe, sei bereits Gewaltanwendung und damit Nötigung, befand auch das OLG. Schon das Amtsgericht hatte den Musiklehrer abblitzen lassen. Das Urteil ist jetzt rechtskräftig. - lnw

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

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