Gema-Reform löst Sorgen um Schützenfeste aus

Die geplante Tarifreform der Gema löst Sorgen um die Zukunft von Schützenfesten aus. Viele Vereine könnten bei höheren Tarifen nicht mehr mithalten, sagte der Präsident beim Verband der Schützenvereine und -bruderschaften der Stadt Münster, Jan-Dirk Gerke, dem Pressedienst "Westfalen heute" (Dienstag).

"Gerade kleinere Vereine und Bruderschaften hätten das Problem, dass sie höhere Kosten nicht mit den jetzigen Mitgliedsbeiträgen tragen könnten", so Gerke. Ein höherer Mitgliedsbeitrag bedeute aber weniger Neuaufnahmen, was dann auch wieder zu Lasten der Schützenfeste ginge.

Auch der Vorsitzende des St. Sebastianus Schützenvereins in Olpe, Paul Imhäuser, betrachtet die Gema-Pläne mit Skepsis. Das Olper Schützenfest gehört mit bis zu 20 000 Besuchern pro Jahr zu den größten in Westfalen. "Wir zahlen schon jetzt einen hohen vierstelligen Betrag an die Gema." Kaum ein Verein könne eine weitere Erhöhung verkraften. Die Gema widersprach im "Westfalen heute"-Interview dieser Einschätzung. "Bei 60 Prozent aller Veranstaltungen bleiben die Gebühren gleich oder werden günstiger. Besonders die kleineren Feste profitieren", sagte ein Sprecher. - lnw

Quelle: wa.de

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