Geldstreit gefährdet Zug nach Holland

HANNOVER/DÜSSELDORF - Ein Finanzstreit zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gefährdet den Start einer neuen Zugverbindung in die Niederlande.

Für die Regionalbahn, die stündlich von Hengelo über Bad Bentheim, Rheine und Osnabrück nach Bielefeld fahren soll, müssen sich beide Bundesländer binnen weniger Tage auf die Übernahme einer Finanzierungslücke von 200 000 Euro jährlich verständigen, teilten die Verkehrsministerien in Düsseldorf und Hannover mit.

Die Niederlande haben ihren Zuschuss von 1,55 Millionen Euro bereits zugesichert, Deutschland muss eine Million beisteuern. Da die Ausschreibung für die für 2017 geplante Verbindung bis Ende April erfolgen muss, drängt die Zeit. Ein Einigungsversuch zwischen Düsseldorf und Hannover soll in den nächsten Tagen telefonisch erfolgen.

"Nordrhein-Westfalen befürwortet die Strecke sehr", sagte der Sprecher des Düsseldorfer Verkehrsministeriums, Bernhard Meier. NRW will bisher 150 000 Euro der Zusatzkosten übernehmen, die entstehen, wenn der heute in Bad Bentheim endende Zug nach Holland weiterfährt - möglicherweise wird Düsseldorf noch etwas Geld drauflegen. Niedersachsen hat bislang 650 000 Euro zugesichert und zeigte sich nicht bereit, diese Summe zu erhöhen.

Der Vorstoß für die Regionalzugverbindung nach Holland ist das Ergebnis eines Tests. Drei Jahre lang fuhren zwischen Hengelo und Bad Bentheim Regionalzüge. Ende 2013 wurde er mangels Fahrgästen wieder beendet. Während Pendler bei dem Test jedoch in Bad Bentheim umsteigen mussten, soll künftig ein durchgehender Zug fahren. Anschluss auf der Verbindung gibt es derzeit mit den IC-Zügen Amsterdam-Berlin. - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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