Gelassene Enttäuschung in Bonner Heimat von Cascada-Sängerin

+
Cascada-Frontfrau Natalie Horler ist Bonnerin.

BONN - Cascada-Frontfrau Natalie Horler ist Bonnerin. Eine Fangemeinde hat sie in ihrer Heimatstadt aber nicht. Nur wenige kamen am Samstagabend zum gemeinsamen Fernsehgucken in eine Veranstaltungshalle. Am Ende Enttäuschung bei den wenigen Fans: "Sie hätte mehr verdient gehabt."

Wenig Stimmung und am Ende eine gelassene Enttäuschung über die Grand-Prix-Schlappe von Cascada-Sängerin Natalie Horler in ihrer Heimatstadt Bonn. Zum einzigen Public Viewing des Eurovision Song Contest in einer großen Veranstaltungshalle kamen nur knapp 200 Zuschauer. Keine Plakate, keine Fangruppen, niemand tanzte - Begeisterung sieht anders aus.

Lesen Sie auch:

Song Contest: Dänemark gewinnt - Deutschland patzt

Auch die Enttäuschung über Platz 21 hielt sich in Grenzen. Am Ende in der Nacht zum Sonntag auch keine Buh-Rufe gegen die Wertung.

Natalie Horler ist zwar Bonnerin aber trotz ihrer internationalen Erfolge mit Dancefloor-Musik keine Lokalgröße und auch kein Aushängeschild der Stadt. Selbst im Falle eines Sieges war kein großer Bahnhof geplant.

Das Public Viewing fand im "Brückenforum" statt, genau dort, wo Natalie vor ihrer Traumkarriere vor gut einem Jahrzehnt als Aushilfskraft an der Theke stand. Als sich für Germany die Punkte nur spärlich summierten, spiegelte sich meist Unverständnis in den Gesichtern.

Der 27-jährige Lukas Tack, der ganz in der Nähe von Natalie Horler im Stadtteil Beuel wohnt, meinte, sie habe Deutschland gut repräsentiert. "Mit ihrer professionellen Performance hätte ein Platz unter den Top Ten herauskommen müssen. Aber ihr Song war halt auch nicht was Neues."

Der Geschäftsführer des "Brückenforums", Jürgen Harder, der sie damals einstellte und als "stets gut gelaunt" schildert, kann die Wertung nicht nachvollziehen: "Sie hat einen tollen Auftritt hingelegt und hätte mehr verdient gehabt."

Dunja Hamacher, die mit Mann und Kindern kam und auch in der Nachbarschaft der Sängerin wohnt, war das Ergebnis nicht so wichtig. "Wir wollten einen schönen Abend haben." Es sei zwar bekannt, dass Natalie eine Bonnerin sei, aber "sie ist hier ja nie zu sehen".

Für Horler, die auch in London lebt und viel auf Tourneen unterwegs ist, ist Bonn ein Rückzugsort. Hier leben auch ihre Eltern. Sie ist in Bonn geboren und groß geworden. Auch ihr Glitzerkleid wurde in Bonn geschneidert - von Designerin Katja Convents. Und für die gute Figur sorgte ihr Bonner Personaltrainer Niko Schmitz. - dpa

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare